Sehr großer Schritt zum 13. Titel

„Jetzt können wir uns nur noch selbst ein Bein stellen.“ Mit diesen Worten bewertete der Kapitän der Kegler des SKV Rot-Weiß Zerbst nach dem überragenden 6:2-Sieg seines Teams im Bundesliga-Spitzenspiel gegen den SKC Staffelstein die Situation in der Tabelle.
„Bei nur noch vier Spielen und dem beruhigenden Vorsprung ist uns ein großer Schritt in Richtung Titelverteidigung gelungen“, meinte er. Dabei war vor dem Spiel durchaus eine große Anspannung bei Spielern und Offiziellen zu spüren. Auch, weil in den Reihen der Gäste mit Torsten Reiser und Marcus Gerdau zwei ehemalige Zerbster Spitzenkönner stehen.
Doch das mittlerweile etatmäßige SKV-Startpaar begann überragend und hielt die Qualität bis zum Schluss der Duelle hoch. Mathias Weber (3:1, 666:643) hielt den ebenfalls auf hohem Niveau agierenden Reiser mit konstanten Bahnen jederzeit in Schach. Der ehemalige Zerbster Publikumsliebling, immerhin über zehn Jahre im Trikot der Rot-Weißen aktiv, überzeugte, wollte „Matze aber doch noch mehr ärgern“. „Das hat leider nur zeitweise geklappt“.
Gleichzeitig blies der zu Saisonbeginn nach Zerbst gewechselte Jürgen Pointinger (3:1, 699:654) zum Angriff auf den Bahnrekord von Fabian Seitz (704). Doch „nur“ 45 Abräumer auf der letzten Bahn verdarben dieses Unterfangen dann noch knapp. Allerdings ließ er dem starken Julian Hess mit seiner Weltklasse-Leistung und seinem persönlichen Bestwert nicht den Hauch einer Chance. So lagen die Gastgeber trotz toller Ergebnisse der Staffelsteiner bereits hier mit 2:0 Mannschaftspunkten (MP) und 68 Kegeln in Führung.

Der Mitteldurchgang knüpfte nahtlos an die grandiosen Leistungen der Mannschaftskollegen an. Die Zerbster „Kobra“, Uros Stoklas (4:0, 669:594), zauberte vier konstante Ergebnisse auf die Bahnen des „Stadtwerke Kegelsportcenters“ und ließ Jaroslav Hazva keine Möglichkeit zu punkten.

Im Nachbarduell gab es einen heißen Kampf zwischen Manuel Weiß (2:2, 683:676) und dem Ex-Zerbster Gerdau. Weiß verlor seine erste Bahn trotz toller 188 Kegel, denn Gerdau zeigte bei 193 Kegeln, dass er in den zwei Jahren, seit er nicht mehr in Zerbst spielt, nichts an Qualität eingebüßt hat. Doch der Zerbster Youngster kämpfte den in Zerbst wohnenden und arbeitenden Gerdau nieder und holte mit seiner persönlichen Heimbestleistung den vorentscheidenden vierten MP.
Die Zuschauer waren aus dem Häuschen und hofften nun, dass erstmals in Zerbst die 4000er Marke geknackt würde. Doch dies gelang nicht.

Boris Benedik, unter der Woche mit Erkältung im Bett liegend, hatte nicht die Kraft, um gegen Jiri Vicha zu punkten. Der eingewechselte Fabian Seitz (zusammen 2:2, 585:616) brachte ebenfalls nicht das Ergebnis, das zum Überspielen des Mannschaftsbahnrekordes (3971) notwendig gewesen wäre, auf die Bahn. Thomas Schneider (1,5:2,5, 647:671) war nach dem Spiel verärgert, „wieder keinen Punkt“ geholt zu haben. Dabei spielte er gegen den überragenden Miroslav Jelinek auf einem wirklich guten Niveau.

So blieben zwar sowohl der Einzel- als auch der Teamrekord unangetastet, aber die wichtigen Zähler und ein überragendes Mannschaftsergebnis von 3949 Kegeln blieben in Zerbst. Hoffmann war mit „einem spannenden, hochklassigen Spiel mit super Resultaten“ zufrieden und zollte auch den Gästen für ihr sehr starkes Teamergebnis von 3854 Kegeln Respekt.

Torsten Reiser war über die zwei gewonnenen MP „glücklich“ und bat den SKV um „Schützenhilfe im Kampf um Platz zwei“. „Wir haben ja mit unserem Heimsieg gegen Bamberg auch was für euch getan“, meinte er mit Blick auf das noch ausstehende Duell der Zerbster gegen den Tabellenzweiten Bamberg. Hoffmann versprach, dass der SKV „das Spiel am vorletzten Spieltag mit Sicherheit nicht abschenkt“.

Jetzt haben die Rot-Weißen eine Woche zum Verschnaufen, ehe es in der Champions League in Neunkirchen (Österreich) im Viertelfinal-Rückspiel um den Einzug ins Finalturnier geht. In der Liga startet die Schlussphase am 24. Februar mit der Heimpartie gegen FEB Amberg. In den verbleibenden Spielen können sich die Zerbster „nur noch selbst ein Bein“ stellen. Also immer Schritt für Schritt bis zum 13. Titel.

Stolpern ist verboten.

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