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Vorjahres-Vizemeister lange Zeit Paroli geboten

Am vergangenen Samstag startete der SKV Rot-Weiß Zerbst II endlich in die Zweitbundesliga-Saison in der Staffel Nord/Ost. Gleich im ersten Spiel musste er beim Vorjahres-Vizemeister KV Wolfsburg antreten und unterlag 2:6 (3420:3648).
Das angegebene Ziel von Leistungsträger Robert Heydrich „Lasst uns hier auf die Bahn gehen, Spaß haben und uns nicht von den Gegebenheiten verunsichern lassen“ wurde gut umgesetzt. Die Zerbster spielten mit viel Spielwitz und Ruhe und konnten dem Gastgeber sogar ein wenig Angst einflößen. Was am Ende nach einer deutlichen 2:6-Niederlage aussah, spiegelte den Spielverlauf nicht wider.
Im ersten Durchgang hatte Robert Heydrich (612) gegen Michael Krüger (556) im Vollespiel meist das Nachsehen, konnte jedoch mit einem grandiosen Abräumspiel all seine Sätze für sich entscheiden und holte am Ende den ersten Mannschaftspunkt (MP) für die Zerbster.
Denny Ackermann (542) hatte es gegen den besten Wolfsburger Mathias Hähnel (623) schwerer. Er verlor zwar mit 1:3 Satzpunkten (SP), schlug sich jedoch für sein Bundesliga-Debut nicht schlecht. Somit stand es 1:1 nach und die Wolfsburger hatten ein Plus von 25 Kegeln.

Im zweiten Durchgang hofften die Wolfsburger durch ihren vermeintlich besten Heimspieler, Carsten Strohbach, auf eine kleine Vorentscheidung. Der Wolfsburger gewann sein Duell gegen Stefan Heckert (552) auch klar mit 4:0 SP und holte so den nächsten MP für die Gastgeber.
Im Duell der Kapitäne kam Robert Herold (621) gegen Andreas Hüttl (573) mit der Bahn sehr gut zurecht und auch er überzeugte im Räumen und mit dem besten Ergebnis für die Gäste und holte mit 3:1 SP den MP. Es stand 2:2 nach MP und der Kegelvorsprung betrug für die Autostädter 44 Kegel.     


Im letzten Durchgang gewann Steffen Heydrich (555) den ersten Satz gegen Routinier Ronald Schlimper (603) und die Spannung stieg weiter an.
Im anderen Duell tat sich Manuel Wassersleben (538) gegen Andre Landschädel (574) mit seiner alten Heimbahn sehr schwer und verlor den ersten Satz mit zwei Kegeln.
Im zweiten Satz sorgten die Wolfsburger für die Vorentscheidung. Schlimper spielte seine gesamte Erfahrung aus und gewann mit 3:1 SP. Auch Landschädel bekam wenig Gegenwehr von Wassersleben und siegte ebenfalls mit 3:1 SP.
Somit gewannen die Gastgeber mit 6:2 MP und 3548:3420 Kegeln das Spiel.

„Ich weiß nicht, ob ich mich freuen oder weinen soll. Natürlich bin ich mit meiner Mannschaft und ihrer gezeigten Leistung zufrieden, jedoch haben die Wolfsburger uns zu jederzeit die Tür offen gelassen und wir konnten keinen Fuß hinein setzen. Das wäre wahrscheinlich zu diesem Zeitpunkt der Saison die beste Möglichkeit gewesen, um hier zu punkten. Dennoch brauchen wir nicht traurig sein, wir haben für eine Gastmannschaft ein sehr gutes Spiel abgeliefert und das nehmen wir mit in die nächsten Aufgaben“, sagte Kapitän Herold.

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