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Fingerzeig Richtung Meisterschaft

Im Spitzenspiel des dritten Spieltages gelang dem SKV Rot Weiß Zerbst beim Mitfavoriten in Staffelstein ein wichtiger 6:2-Auswärtserfolg mit sehr guten 3762:3694 Kegeln. Damit konnte eine Woche vor dem Weltpokal in Kroatien in der Liga die wichtige weiße Weste behalten werden.

„Wir wussten, dass uns eine harte Aufgabe erwartet und wir uns zum Spiel in Zwickau in einer ganz anderen Verfassung präsentieren mussten. Das haben wir über weite Strecken geschafft und sind ganz anders aufgetreten“, resümierte SKV-Kapitän Timo Hoffmann nach der Partie zufrieden.
Gegen die topbesetzten Gastgeber gelang eine überzeugende Leistung. Im Duell mit dem Ex-Zerbster Torsten Reiser behielt Manuel Weiß die Oberhand. Nach starkem Beginn mit 177 Kegeln musste er aber bis zum letzten Satz kämpfen, um das Duell gegen Reiser mit 644:628 Kegeln bei 2:2 Satzpunkten (SP) zu gewinnen. Das Duell der WM-Fahrer zwischen Mathias Dirnberger und Jürgen Pointinger entwickelte sich ebenso spannend. Das Niveau blieb hier deutlich zurück, wobei der Zerbster mit 588:582 Kegeln bei Satzgleichheit den besseren Ausgang für sich hatte.


Im Mitteldurchgang zeigte dann der Deutsche Meister, wer Herr im Hause ist. Sowohl Thomas Schneider mit 349 Kegeln als auch Fabian Seitz mit hervorragenden 363 Kegeln nach 60 Wurf liefen den Gastgebern weit weg. Schneider sicherte sich sein Duell gegen den zweiten Ex-Zerbster Marcus Gerdau mit 3:1 SP und dem Tagesbestwert von 664:631 Kegeln. Seitz verpasste wegen einer misslungenen dritten Bahn ein noch deutlich besseres Ergebnis. Dennoch gewann er mit starken 655:597 Kegeln und 3:1 SP gegen den tschechischen Nationalspieler Radek Hejhal.


Mit einem souveränen Vorsprung und 4:0 Mannschaftspunkten (MP) gingen Boris Benedik und Philipp Vsetecka auf die Bahnen. Beiden fehlten aufgrund des sicheren Spielstandes wahrscheinlich ein paar Prozent in der letzten Konzentration. Benedik unterlag gegen den zweiten internationalen Star, Miroslav Jelinek, mit 1:3 SP und 615:631 Kegeln.


Vsetecka kämpfte zwar wie bisher in der gesamten Saison um jeden Satz und Kegel, blieb aber weitestgehend unglücklich. Gegen Florian Bischoff und den verletzungsbedingt eingewechselten Julian Hess unterlag der Neuzerbster mit 1:3 SP und 596:625 Kegeln.
„Das war heute ein wichtiger Schritt nach vorn. Natürlich können wir noch nicht komplett zufrieden sein. Heute hatten wir drei sehr gute Resultate. Für die internationalen Aufgaben müssen wir aber weiter enger zusammenrücken“, fasste Hoffmann das Match zusammen.
Um noch die Topform herauszuholen kommt am kommenden Wochenende Lorsch nach Zerbst, bevor es am darauffolgenden Dienstag im kroatischen Zapresic Ernst wird.
Einen sicheren Auswärtserfolg feierte Bamberg in Amberg, die damit ebenfalls verlustpunktfrei den Rot-Weißen auf den Fersen bleiben. Weiterhin spielten Lorsch gegen Zwickau 5:3, Neumarkt gewann zu Hause überraschend 6:2 gegen Raindorf. Ebenfalls in der Höhe unerwartet sicherte sich Breitengüßbach zwei Punkte daheim mit 7:1 gegen Schwabsberg.

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