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SKV II lässt Geschenk liegen

Am vergangenen Wochenende ging es für Zweitbundesligist SKV Rot Weiß Zerbst II in die Hauptstadt zum SKC Kleeblatt Berlin. Die Marschroute der Rot-Weißen gegen den Favoriten war klar: „Wir gehen in das Spiel wie gegen Wolfsburg. Habt Spaß und blendet die Gegebenheiten aus“, so Robert Heydrich.
Diese Aussage wollte der SKV gleich im ersten Durchgang umsetzten. Robert Heydrich (554) spulte souverän sein Spiel herunter und hatte gegen Enrico Brosch (506) keinerlei Probleme. Er gewann alle vier Sätze und fuhr somit den ersten wichtigen Mannschaftspunkt (MP) für sein Team ein. Auf der anderen Seite konnte auch Stefan Heckert (504) der Zielvorgabe folgen. Gegen Christian Drache (537) gewann er die erste Bahn klar mit 146:126. Leider verlor er dann ein wenig den Faden und kam nicht mehr an das Ergebnis der ersten Bahn heran. Das Spiel endete 3:1 für den Berliner.
So stand es nach dem ersten Durchgang 1:1 und die Zerbster hatten ein kleines Polster von 15 Kegeln.
Der zweite Durchgang war in allen Phasen offen und jeder hätte gewinnen können. Robert Herold (581) machte erneut ein sehr gutes Spiel, was gegen den besten Berliner, Jörg Seidel (579), auch nötig war. Gerade im Abräumen spielte sich der Kapitän immer wieder an seinen Gegner heran. Die sensationellen 232 Räumer sind auf dieser Bahn eine ganz schöne Hausnummer. Das Duell wurde erst im letzten Wurf entschieden. Es stand 2:2 nach Sätzen und der Berliner brauchte im letzten Wurf eine 7 zur Punkteteilung oder eine 8 zum Punktgewinn. Er schob eine 5 an und somit ging der zweite Punkt auf das Zerbster Konto.
Auch zwischen Sven Palmroth (533) und Sebastian Käfer (545) war es spannend. Palmroth musste gleich auf der ersten Bahn satte 29 Kegel gegen Käfer einstecken. Doch der erfahrenste Zerbster gab nicht auf, gewann die restlichen drei Bahnen und holte somit den dritten MM für sein Team. Der SKV führte 3:1 und hatte fünf Kegel plus.
Im letzten Durchgang galt es, mindestens einen Punkt zum Unentschieden zu holen. Es spielten Steffen Heydrich (509) gegen Andreas Kupsch (562) und Manuel Wassersleben (552) gegen Martin Asmus (526). Beide Zerbster verloren ihre erste Bahn. Während Wassersleben wieder in die Spur fand und sich Bahn für Bahn erkämpfte und somit auch den wichtigen MP zum Unentschieden holte, musste Heydrich seinen Gegner ziehen lassen.
Am Ende stand ein 4:4 an der Anzeigetafel und es fehlten lediglich 22 Kegel zum Sieg.
„Für uns war heute der Sieg klar drin. Die Berliner haben ihn uns angeboten und wir haben das Geschenk nicht angenommen“, so ein sichtlich enttäuschter Kapitän. In der Tabelle liegen die Zerbster nun punktgleich mit den Berlinern auf Platz drei hinter dem KV Wolfsburg und dem SV Geiseltal Mücheln.

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