Traum vom Sieg ist ausgeträumt - SKV holt Silber

Der Traum vom neunten Weltpokalsieg der Kegler des SKV Rot Weiß Zerbst ist ausgeträumt. Am Sonnabend verloren sie gegen die Gastgeber vom KK Zapresic deutlich 2:6 (3858:3949) und mussten sich mit der Silbermedaille zufrieden geben.

Einzig der österreichische Neuzugang der Zerbster, Philipp Vsetecka, schien sich über diesen doch großen Erfolg zu freuen: „Natürlich ist gewinnen schöner, aber ein zweiter Platz ist doch auch was Großes.“
Der Youngster hatte mit einem tollen Spiel und 679 Kegeln im Halbfinale am Freitag wesentlich zum äußerst knappen Halbfinalsieg der Rot-Weißen gegen Neumarkt (ITA) beigetragen. Da zitterte sich der SKV mit viel Glück wegen gerade einmal zwei mehr erspielter Kegel ins Goldmatch. „Ich war froh, dass ich hier zum Einsatz kam und das Vertrauen rechtfertigen konnte“, meinte Vsetecka.

Das Finale, vor übervoller Halle und live im kroatischen Sportfernsehen übertragen, hielt dann alles, was vorher zu erwarten war. Bis zur Halbzeit schien für beide Teams alles möglich. Die Gastgeber hatten aber meist knapp das bessere Ende für sich. Zerbst lag 1:2 nach Mannschaftspunkten und mit 63 Kegel im Rückstand.
Die Aufholjagd der Rot Weißen bis zur Mitte des Schluss-Durchgangs brach dann aber jäh ab. Ausgerechnet der ehemalige Zerbster Uros Stoklas brachte die kroatischen Farben mit Neunerserien klar auf die Siegerstraße. Und dann war da ja auch noch Luka Bolanca, der unter dem frenetischen Jubel der kroatischen Fans eine wahnsinnige 200er Schlussbahn spielte und insgesamt die Turnierbestleistung von 705 Kegel auf die Anlage zauberte.

„Zu solchen Ergebnissen sind wir derzeit nicht in der Lage. Das war überragend“, erkannte SKV- und National-Trainer Günther Doleschel neidlos an. Teamchef Timo Hoffmann meinte anfangs sehr enttäuscht: „Wir waren einfach nicht konstant genug. Respekt für die Leistungen der Kroaten. Vielleicht kann ich mich in ein, zwei Tagen über das Erreichte freuen.“
Der Traum vom neunten Weltpokalsieg ist für den SKV zwar ausgeträumt, aber der nächste Traum wächst schon. Im März steigt in Zapresic das Final Four in der Champions League. Wenn sich der SKV dafür qualifiziert, gibt es da vielleicht die Möglichkeit für eine Revanche.

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