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Steigerung für Bamberg notwendig

Gutes und Schlechtes liegt oft eng beieinander. So auch beim SKV Rot Weiß Zerbst. Zwar haben die Top-Kegler von der Nuthe die nächste Runde im DKBC-Pokal erreicht, mannschaftlich geschlossen konnten sie gegen Amberg jedoch nicht überzeugen.
Die Forderung von „Ersatzkapitän“ Mathias Weber nach einem Zeichen für die Konkurrenz in der Liga wurde nur teilweise umgesetzt. Zwar gewannen die Rot-Weißen am Sonnabend im Stadtwerke Kegelsportcenter gegen den FEB Amberg deutlich mit 7:1 (3758:3491), aber insgesamt konnte Weber nicht zufrieden sein.
„Wir machen uns derzeit gute Phasen und starke Ergebnisse mit zu vielen schwachen Situationen zunichte. Gerade in solchen Spielen wie heute, können wir doch mal locker aufspielen und nur auf uns schauen“, meinte er nach dem Spiel.
Die Partie gegen Amberg war schnell vorentschieden. Jürgen Pointinger (4:0, 604:506) holte sicher seinen Punkt gegen schwache Gegner. Er ließ sich aber gegen das Duo Michael Segerer/Sebastian Kunze viele Reserven offen. Weber meldete sich mit einer starken Leistung zurück. „Ich bin endlich wieder völlig schmerzfrei und mit meinem Spiel weitgehend zufrieden“, setzte er seinen Tagesbestwert von 648 Kegeln in die richtige Relation. Der beste Amberger, Matthias Hüttner (622), war trotz des ausgeglichenen Satzverhältnisses chancenlos.
Da auch im Mittelpaar beide Punkte an die Gastgeber gingen, war das Weiterkommen bereits da gesichert. Fabian Seitz (4:0, 641:587) gegen Maximilian Hufnagel überzeugte, Philipp Vsetecka (3,5:0,5, 619:587) ließ Milan Wagner ebensowenig eine Gelegenheit zum Punkten.
Die Motivation für die Zerbster Schluss-Spieler schien bei 4:0 Mannschaftspunkten und bereits 13,5 Sätzen nicht mehr sehr groß. Doch Vize-Weltmeister Manuel Weiß (3:1, 642:603) drehte gegen Jan Hautmann nach verlorener erster Bahn auf und brachte ein starkes Ergebnis in die Wertung. Boris Benedik (1:3, 604:586) zeigte ungewohnte Schwächen und musste Michael Wehner trotz mehr erspielter Kegel den Ehrenpunkt überlassen.
„Zufrieden kann ich nur mit dem Weiterkommen sein. Aber unsere mannschaftliche Geschlossenheit, die uns in den vergangenen Jahren immer ausgezeichnet hat, haben wir noch nicht wiedergefunden. Da muss zum wichtigen Heimspiel in der kommenden Woche eine deutliche Steigerung her. Drei gute Ergebnisse und ein Team-Resultat unter 3800 Kegel können da wohl nicht reichen“, blickte Weber schon auf das Meisterschaftsspiel gegen die Victoria aus Bamberg voraus.
Vor dann sicher wieder voller Halle wollen die Rot-Weißen einen wichtigen Schritt in Richtung Titelverteidigung gehen. Dann müssen jedoch, mit dem lautstarken Publikum im Rücken, wieder die guten Phasen im Spiel aller überwiegen. Gutes und Schlechtes liegt oft eng beieinander.

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