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Nach Arbeitssieg wieder Tabellendritter

Am vergangenen Samstag kam es zum Spiel der beiden Tabellennachbarn der 2. Bundesliga Nord/Ost, dem SKV Rot Weiß Zerbst II und dem SV Union 1861 Schönebeck. Zerbst konnte dieses spannende letzte Hinrundenspiel knapp mit 6:2 Mannschaftspunkten (MP) und 3539:3526 Kegeln für sich entscheiden.


Im ersten Durchgang gingen Robert Heydrich (623) gegen Thomas Große (580) und Manuel Wassersleben (618) gegen Andreas Hagemeyer (623) auf die Bahnen. Heydrich hatte gegen Große keine Probleme. Er gewann am Ende mit 3:1 Satzpunkten (SP) seinen MP und konnte wichtige Kegel herausholen.
Auf der anderen Seite lieferten sich Wassersleben und Hagemeyer ein packendes Match. Gleich auf der ersten Bahn gab es eine Punkteteilung, wo beide Akteure sensationelle 172 Kegel zu Fall brachten. Die nächsten beiden Bahnen konnte Wassersleben für sich entscheiden und holte vorzeitig den zweiten MP. Dennoch gab der Schönebecker nicht auf, holte auf der letzten Bahn noch einmal wichtige Kegel heraus und erspielte so das beste Gästeergebnis. So stand es nach dem ersten Durchgang 2:0 MP und die Zerbster hatten ein Plus von 38 Kegeln.


Im zweiten Durchgang boten alle vier Akteure ein spannendes Spiel. Im ersten Satz gingen noch beide Satzpunkte an die Gäste und eine Aufholjagd war spürbar. Gerade Robert Herold (617) ließ sich davon nicht beeindrucken. Mit viel Ruhe spielte er drei weitere gute Bahnen und sicherte sich auch alle drei Sätze gegen Dustin Busse (556).
Auf der anderen Seite fiel die Entscheidung zwischen Sven Palmroth (584) und Michael Hagemeyer (579) erst im vorletzten Wurf. Der Zerbster lag vor der letzten Bahn mit 1:2 SP und elf Kegeln hinten und konnte dies noch beeindruckend auf den letzten Würfen aufholen. So stand es nach zwei Durchgängen 4:0 MP und der Vorsprung betrug 104 Kegel.


Im letzten Durchgang sollten nun Steffen Heydrich (560) gegen Guido Müller (600) und Denny Ackermann (537) gegen den Ex-Zerbster Nico Just (588) die Kegel über die Ziellinie retten. Doch die Unioner gaben nicht auf und glaubten noch an ein Unentschieden.
Gerade auf der ersten Bahn geriet der Motor der Zerbster ins Stocken und die Gäste konnten ordentlich Kegel gutmachen. Zwar gingen die beiden MP recht schnell verloren, doch mit viel Kampfgeist und Siegeswillen konnten die beiden Jüngsten des SKV ein Unentschieden abwenden und brachten gerade einmal 13 Kegel ins Ziel.


„Das Spiel heute war ein Arbeitssieg und auf keinen Fall ein Selbstläufer. Auch wenn es nach zwei Durchgängen von den Mannschaftspunkten und Kegeln recht deutlich aussah, so waren es zu jeder Zeit hart umkämpfte Duelle“, resümierte Kapitän Herold und übte auch Kritik: „Was im letzten Durchgang geschah, darf uns nicht passieren. Jedoch müssen auch unsere Jüngsten solche Erfahrungen machen und mitnehmen. Am Ende bin ich jedoch mit dem Sieg zufrieden. Die nächsten zwei Wochen müssen wir jetzt nutzen und unser Spiel im Räumen weiter verbessern. Mit Wolfsburg kommt der nächste schwere Gegner und da können wir uns solche Fehler nicht erlauben.“
Die Rot-Weißen konnten sich durch den Sieg wieder auf Platz drei vorarbeiten und sind mit einem Punkt hinter dem Zweiten, KV Wolfsburg.

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