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Benediks Neunerserie rettet Punkte

In einer an Dramatik kaum zu überbietenden Partie gelang den Spitzenkeglern des SKV Rot Weiß Zerbst am Wochenende ein wichtiger Auswärtssieg beim KC Schwabsberg. Beim 5:3 nach Mannschaftspunkten (MP) und 3708:3686 Kegeln entwickelte sich von der ersten Kugel ein echter Krimi, bei dem der Deutsche Meister aus Zerbst erst auf den letzten Würfen auf die Siegerstraße einbog.

„Wie jedes Jahr war es sehr spannend und am Ende hat das Team mit den besseren Nerven gewonnen. Dass wir das sein werden, war sicherlich auch etwas Glück. Trotzdem großer Respekt an mein Team für den Kampfgeist und die Mentalität“, freute sich der Zerbster Teamchef Timo Hoffmann nach dem Match sichtlich erleichtert.

Ein gutes Spiel zeigten im Startdurchgang erneut Manuel Weiß und Fabian Seitz. Doch beiden gelang es auswärts erneut nicht, die Punkte im entscheidenden Moment einzufahren. Vizeweltmeister Weiß unterlag seinem ehemaligen Nationalmannschaftskollegen Timo Hehl knapp mit 1:3 Satzpunkten (SP) und 611:617 Kegeln. Seitz verlor an seiner ehemaligen Wirkungsstätte gegen den Tagesbesten Reiner Buschow mit 1,5:2,5 SP und 642:660 Kegeln.

Auch der Mitteldurchgang lief über weite Strecken nicht nach Plan der Rot-Weißen. Jürgen Pointinger und Philipp Vsetecka, ebenfalls bei ihrer Rückkehr nach Schwabsberg, konnten die Schwächen der Hausherren nicht nutzen und keinen Vorteil herausspielen. Pointinger gelang wenigstens mit 609:600 Kegeln bei Satzgleichheit der wichtige Punktgewinn. Vsetecka zeigte erneut eine Partie mit vielen Höhen und Tiefen und verlor gegen Dietmar Brosi mit 603:614 Kegeln ebenfalls bei 2:2 Sätzen.

Im Schlussdurchgang startete zwar Thomas Schneider furios gegen Manuel Lallinger, gab aber durch schwache Abräumer seine gute Ausgangsposition schnell wieder ab. Dank der besseren Nerven holte er den Punkt mit 3:1 SP und 614:585 Kegeln gegen Lallinger. Die letztendliche Entscheidung brachte Boris Benedik mit einer Neunerserie im letzten Abräumen. Dadurch überflügelte er den Gästespieler Damir Cekovic und siegte mit 3:1 SP und 623:616 Kegeln.

„Wir wussten, dass die Partie in Schwabsberg eines der ganz wichtigen Auswärtsspiele wird, die wir gewinnen müssen, um wieder Deutscher Meister zu werden. Jetzt haben wir vor der Weihnachtspause weiter alles selbst in der Hand“, blickte Hoffmann voraus.

Parallel gab sich Mitfavorit Staffelstein beim Aufsteiger Zwickau keine Blöße und gewann klar mit 7:1 MP. Damit marschieren die Staffelsteiner weiterhin punktgleich mit dem SKV an der Tabellenspitze. Breitengüßbach gewann das Frankenderby in Bamberg. Amberg holte wichtige Punkte im Abstiegskampf zu Hause gegen Neumarkt und Raindorf bezwang die Nibelungen aus Lorsch.

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