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SKC mit vier Kegeln nieder gekämpft

Am vergangenen Wochenende war der SKC Kleeblatt Berlin zu Gast im „Stadtwerke Kegelsportcenter“. Ein spannendes Zweitbundesligaspiel wurde prophezeit, was am Ende auch so eintrat. Mit gerade einmal vier Kegeln konnten die Zerbster vom SKV Rot Weiß II einen wichtigen 6:2-Sieg nach Mannschaftspunkten (MP) bei 3562:3558 Kegeln einfahren.

 

Im ersten Durchgang hatte Manuel Wassersleben (599) gegen Sven Lischke (561) keine große Mühe und spulte sein Spiel souverän herunter. Am Ende siegte er mit 3:1 Satzpunkten (SP) und fuhr den ersten MP ein.
Denny Ackermann (569) hatte gegen Christian Drache (639) eine größere Aufgabe zu lösen. Gegen den besten Kleeblätter besaß der Zerbster zu keiner Zeit eine wirkliche Chance und verlor mit 0:4 SP.
Nach dem ersten Durchgang stand es 1:1 und ein Kegelrückstand von 32 stand für die Zerbster an der Anzeigetafel.


Im zweiten Durchgang gerieten beide Zerbster schnell in Rückstand und verloren ihre erste Bahn. Sven Palmroth (624) ließ sich gegen Andreas Kupsch (581) nicht beeindrucken und spielte seine ganze Erfahrung aus. Mit sehr guten 624 Kegeln konnte er sein Spiel mit 3:1 SP für sich entscheiden.
Auf der anderen Seite gab es zwischen Stefan Stortz (604) und Jörg Seidel (572) ein ständiges Hin und Her. Nach drei Bahnen stand es 2:1 nach Sätzen für den Berliner, doch der Zerbster hatte mehr Kegel. Nun entschied die letzte Bahn. Stortz musste die letzte Bahn gewinnen, um den dritten MP für sein Team einzufahren. Und das tat er. Gegen eine 154er Schlussbahn wusste Routinier Seidel keine Antwort und verlor so den Punkt.
Nach zwei Durchgängen stand es 3:1 nach MP und der Rückstand konnte in einen Vorsprung von 43 Kegeln umgewandelt werden.


Im letzten Durchgang gingen die beiden Heimbesten Robert Heydrich (580) und Robert Herold (586) auf die Bahnen. Heydrich spielte gegen Martin Asmus (571) und Herold gegen Sebastian Käfer (634). Herold konnte die erste Bahn mit einem Kegel für sich entscheiden, musste jedoch die beiden weiteren Sätze an den stark aufspielenden Käfer abgeben. Zwar konnte er noch den letzten Satz gewinnen und ein 2:2 erspielen, doch er blieb in der Kegelwertung deutlich hinter dem Berliner.

Zur gleichen Zeit am gleichen Ort trauten die Zuschauer ihren Augen nicht. Nach 60 Wurf standen 270 Kegel bei Heydrich an der Anzeigetafel und auch mit den Sätzen lag er schon 0:2 zurück. Doch der Zerbster gab nicht auf. Im dritten Satz konnte er wichtige Kegel aufholen, da der Vorsprung schon nach zwei Bahnen verspielt war und die Rot-Weißen im Rückstand lagen. Was dann auf der letzten Bahn geschah, war nichts für schwache Nerven. Auch SKV-Präsident Lothar Müller hielt die Spannung kaum noch aus und peitschte seine Mannschaft lautstark von hinten an.
Vier Wurf vor Schluss begann dann das Spektakel. Jede Neun und jeder Fehlwurf konnten das Match entscheiden. So spielte der Berliner Asmus im 26. Wurf die Neun. Doch Heydrich hatte die passende Antwort parat und spielte ebenfalls eine Neun. Im nächsten Anwurf stellte sich Heydrich eine offene Sieben hin und Asmus spielte eine Acht. Der Berliner Kapitän räumte und spielt eine Fünf durch die Mitte und auch diese räumte er noch. Nun war klar, Heydrich musste den letzten Kegel räumen und benötigte dann noch mindestens zwei Kegel ins volle Bild. Er behielt die Nerven, räumte und spielte einen sicheren Wurf auf die Mitte, der am Ende eine Sechs und somit den Sieg für die Rot-Weißen brachte.
„Ich bin überglücklich über den Sieg und über die zwei Punkte. Auch für ‚Stortzi‘ freut es mich sehr, der nach einem gebrauchten Jahr die Chance nutzte und ein gutes Spiel machte“, sagte ein überglücklicher Kapitän Robert Herold nach dem Spiel.
Durch den Sieg und die überraschend deutliche Niederlage der Müchelner in Leitzkau sind die Zerbster weiterhin auf Platz zwei und konnten bis auf zwei Zähler auf die Geiseltaler aufschließen.

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