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Revanche mit Steigerungspotential

Mit starken Leistungen gelang den Spitzenkeglern des SKV Rot Weiß Zerbst gegen den TSV Breitengüßbach im Bundesliga-Heimspiel die geplante Wiedergutmachung für die bisher einzige Niederlage der Saison im Hinspiel.
Ein Wermutstropfen bei starken 3897:3735 Kegeln blieb das 5:3 nach Mannschaftspunkten (MP), da der Mitkonkurrent um den Meistertitel aus Staffelstein zu Hause gegen Lorsch mit 7:1 MP gewann. „Für uns war der Sieg sehr wichtig. Wir wollten etwas gutmachen. Klar schmerzen die drei verlorenen MP, aber wir haben weiterhin alles in der eigenen Hand“, resümierte SKV-Teamchef Timo Hoffmann.

Gegen die starken Gäste aus Oberfranken mussten sowohl Manuel Weiß als auch Mathias Weber zunächst einem Rückstand hinterher laufen. Doch Weiß kämpfte sich besonders mit fantastischen 266 Abräumern zurück und besiegte den Gästekapitän Tobias Stark noch klar mit 3:1 Satzpunkten (SP) und 654:602 Kegeln.
Ein tolles Duell lieferte sich Weber mit Christian Jelitte. In einem ständigen Hin und Her gewann der Breitengüßbacher knapp mit 656:650 Kegeln bei Satzgleichheit.

Im Mitteldurchgang zog Thomas Schneider einsam seine Kreise. Sein Gegenspieler Robin Parkan wurde nach schwacher Leistung zur Hälfte durch Manuel Bachmeier (zusammen 558) ausgewechselt. Eine Wende brachte dies nicht mehr. Der Zerbster ließ sich nicht beeindrucken und erzielte mit 666 Kegeln und allen SP den Tagesbestwert. Damit zeigte sich Schneider eine Woche vor dem Einzelweltpokal im tschechischen Prerov in guter Verfassung.
Parallel musste Philipp Vsetecka gegen Christian Rennert ran. Vsetecka wurde für Österreich ebenfalls für den Weltpokal nominiert. Doch der Zerbster ist weiterhin auf der Suche nach der großen Form. Ein vielversprechender Start mit 174 Kegeln reichte nicht zur Führung, denn Rennert hielt mit 180 Kegeln dagegen und gab den Vorsprung nicht mehr ab. Vsetecka unterlag mit 1:3 SP und 629:655 Kegeln.

Die Entscheidung im Match erreichte im Schlussdurchgang der Zerbster Kapitän Timo Hoffmann. Auf konstant hohem Niveau holte er alle vier Sätze bei 654:608 Kegeln gegen Zoltan Hergeth.
Gleichzeitig zeigten Boris Benedik und Mario Nüßlein den Zuschauern ein spannendes und hochklassiges Duell. Aufgrund der besseren Schlussbahn konnte der Gästespieler den Zerbster mit 656:644 Kegeln bei 2:2 Sätzen besiegen.

„Im Gesamtergebnis haben wir wieder einen Schritt nach vorn gemacht. Aber wir hatten immer auch einzelne schlechte Phasen dabei. Es bleibt uns immer noch genügend Luft nach oben“, war Hoffmann grundsätzlich zufrieden, zeigte aber noch Steigerungspotential auf.
In der Tabelle bleiben die Zerbster zwei Punkte vor Staffelstein. Zwickau gelang im Abstiegskampf ein wichtiger Heimsieg gegen den letzten aus Neumarkt. Schwabsberg gewann erwartungsgemäß gegen Amberg. Raindorf erkämpfte einen knappen Sieg gegen Bamberg.

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