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SKV sichert Final Four-Einzug

Die Kegler vom SKV Rot Weiß Zerbst stehen im Final Four der Königsklasse, der Champions League. Ihnen reichte beim kroatischen Team KK Mertojak Split ein Mannschaftspunkt (MP), da sie das Hinspiel 8:0 gewonnen hatten. Am Ende hieß es es zwar 6:2 (3629:3627) für die Gastgeber, doch die Rot-Weißen jubelten über das Weiterkommen.
Die Zerbster nutzten das Wochenende zur Teambildung. Bereits am Freitag trafen sie sich in Hallbergmoos zu einer gemeinsamen Trainingseinheit, bevor es dann per Flieger in die schöne kroatische Metropole Split ging. Dort blieb dann auch Zeit, um sich ein paar Sehenswürdigkeiten anzuschauen.
Das Spiel an sich war „teilweise nicht so gut“ von Zerbster Seite, wie Teammanager Martin Herold berichtete. Mathias Weber (588) und auch Thomas Schneider (607) konnten ihre MP nicht erringen. Weber steigerte sich zwar von Bahn zu Bahn, unterlag aber dem besten Kroaten, Ivan Totic (628), mit 1:3 Satzpunkten (SP). Auch Schneider, dessen Spiel sich nach starkem Beginn etwas dahin schleppte, musste seinen MP an Nikola Muse (3:1, 626) abgeben.
Split führte 2:0 und hatte ein Kegelplus von 59 erarbeitet.
In der Mitte sorgte dann Manuel Weiß mit einem sehr guten Spiel für den wichtigen MP. Der Vizeweltmeister hatte gegen Hrvoje Marinovic immer die bessere Antwort. Er besiegte ihn mit 3:1 (646:624) und sicherte sich den Tagesbestwert. Ein überragendes Spiel auf das volle Bild (423) sorgte für dieses starke Ergebnis.
„Dass Manu gleich den Punkt geholt hatte, war gut und brachte Ruhe in unsere Reihen“, kommentierte Herold.
Jürgen Pointinger wurde nach zwei Bahnen gegen Fabian Seitz, der mit 330 Kegeln auf 60 Wurf eine klasse Leistung zeigte, ausgewechselt. Das Duo unterlag Andrej Kovac trotz mehr erspielter Kegel 1:3 (625:602) und der MP ging an die Gastgeber, die nun 3:1 führten, aber nur noch 14 Kegel Vorsprung hatten.
SKV-Kapitän Timo Hoffmann errang dann den zweiten MP für die Zerbster. Er konnte Mihael Grivicic mit 2,5:1,5 SP und 587:552 Kegeln bezwingen. Boris Benedik spielte solide, musste sich aber Dimitar Dimitrovski 1:3 (574:597) beugen. So ging auch der MP an die Kroaten, die am Ende mit 6:2 MP und gerade einmal zwei mehr erspielten Kegeln gewinnen konnten.
„Wir waren immer in Schlagdistanz und sogar in Führung. Nach dem Punktgewinn von Manu war dann auch etwas die Luft raus“, so Herold, der sich freute, dass sein Team nun das Final Four am 30./31. März in Zapresic bestreiten darf.
Nach dem Spiel wurde die kleine Zerbster Delegation noch zu einem Bankett eingeladen. „Die Kroaten haben sich sehr viel Mühe gegeben und sind überaus gastfreundlich“, betonte Martin Herold, der mit seinen Zerbstern noch bis gestern in der schönen Hauptstadt Dalmatiens weilte.
Im Final Four im März gibt es dann ein Wiedersehen mit den Gastgebern aus Zapresic um den Ex-Zerbster Uros Stoklas, die Belgrad (SRB) noch mit 5:3 bezwingen konnten. Auch Podbrezova (SVK) mit dem weltbesten Kegler Vilmos Zavarko schaffte mit dem 2:6 gegen Maribor (SLO) äußerst knapp den Sprung ins Finalturnier. Im ungarischen Derby setzte sich Szeged gegen Zalaegerszeg auch auswärts 7:1 durch und ist ebenso dabei.
Eine Verschnaufpause können sich die Rot-Weißen nicht gönnen, denn bereits am kommenden Samstag, um 13 Uhr, erwarten sie zum Ligaspiel den FEB Amberg.

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