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Gastgeber eiskalt erwischt

Am vergangenen Samstag reiste Kegel-Zweitbundesligist SKV Rot Weiß Zerbst II an die Elbe zu Union 1861 Schönebeck. Mit 2:6 Mannschaftspunkten (MP) und 3360:3522 Kegeln erwischten sie die Schönebecker eiskalt auf dem falschen Fuß.
Der Grundstein für den Erfolg wurde bereits im ersten Durchgang gelegt. Denny Ackermann (590) und Manuel Wassersleben (631) standen Thomas Große und Maik Siegemund (594) gegenüber. Bereits nach drei Würfen in der Einspielzeit musste Große ausgewechselt werden. Für ihn kam Lars Schneidereit.
Der erste Satz ging noch knapp an den Zerbster. Im zweiten Satz zündete Wassersleben jedoch den Turbo und spielte eine fantastische 175er Bahn. Schnell war allen klar, dass dieser erste MP an die Zerbster geht. Auf der dritten Bahn wurde dann der eingewechselte Schneidereit durch Matthias Janke ersetzt. Doch auch Janke konnte die Schlagzahl von Wassersleben nicht mitgehen. Mit einer 178er Schlussbahn erspielte der Zerbster sehr gute 631 Kegel und gleichzeitig auch den Tagesbestwert. Die drei Schönebecker Goße, Schneidereit und Janke kamen nur auf magere 482 Kegel.
Im anderen Duell war es deutlich enger. Ackermann spielte gut. Am Ende trennten sich beide mit 2:2 Satzpunkten (SP) und der MP ging aufgrund des höheren Ergebnisses an den Unioner. So stand es 1:1 nach MP und der Vorsprung für die Zerbster betrug beachtliche 145 Kegel.
Im zweiten Durchgang sollten Robert Herold (581) gegen Michael Hagemeyer (549) und Steffen Heydrich (574) gegen Dustin Busse (557) den Sack zumachen. Herold konnte sich erst auf den zweiten 60 Wurf aus seiner Talfahrt befreien. Mit guten 581 Kegeln und 3:1 SP holte er souverän seinen MP.
Auf der anderen Seite legte Heydrich los wie die Feuerwehr. Mit 307 Kegeln zur Hälfte führte er bereits mit 2:0 SP. Aber auch er verspielte sich auf den letzten 60 Wurf ein besseres Endergebnis. Am Ende stand es 2:2 und der MP ging auch hier aufgrund des höheren Endergebnisses an den Zerbster. So führten die Rot-Weißen bereits mit 3:1 MP und der Vorsprung schoss auf uneinholbare 194 Kegel.
Im letzten Durchgang mussten Stefan Heckert (552) gegen Nicola Just (614) und Robert Heydrich (595) gegen Guido Müller (564) ran. Heydrich machte seine Sache gut und hatte gegen einen sichtlich demotivierten Müller wenig Probleme. Am Ende siegte er deutlich mit 3:1 SP und holte so auch den nächsten Punkt.
Im anderen Duell hatte es Heckert deutlich schwerer. Just ließ sich vom Spielstand nicht aus der Ruhe bringen und brachte seine momentan gute Verfassung auf die Bahnen. Mit 614 Kegeln erspielte er das beste Ergebnis der Heimmannschaft, gewann zudem alle vier SP und somit auch den MP.
„Ich bin stolz auf meine Mannschaft und die gezeigten Leistungen. Wir haben uns in schlechten Phasen nicht aus der Ruhe bringen lassen und einfach unser Spiel durchgezogen. Mit dieser geschlossenen Mannschaftsleistung können wir mit breiter Brust zum Aufsteiger nach Schafstädt fahren“, freute sich Kapitän Robert Herold.
Mit diesem Sieg kletterten die Rot-Weißen wieder auf Platz vier und halten Anschluss an die Spitzengruppe. Am Wochenende geht es dann zum Aufsteiger SV Germania Schafstädt.

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