· 

Team ist nicht ausrechenbar

Egal, in welchem Wettbewerb die Zerbster Spitzenkegler vom SKV Rot Weiß starten, immer steht in dieser Saison ein meist klarer Sieg an der Anzeige. So auch im DKBC-Pokal-Viertelfinale am Sonnabend im „Stadtwerke Kegelsportcenter“, wo die Rot-Weißen den Tabellendritten der Bundesliga, den TSV Breitengüßbach, mit 7:1 (3905:3698) förmlich von der Bahn fegten.
 
Vor Spielbeginn hatte der Breitengüßbacher Kapitän Tobias Stark gehofft, dass sein Team „so lange wie möglich Paroli bieten“ kann. Doch gleich im Startblock stellten die Zerbster die Weichen erneut eindeutig auf Sieg.
Zwar fand Vize-Weltmeister Manuel Weiß nicht zu seiner Top-Leistung, aber gegen Mario Nüßlein reichten gute Räumresultate in teils engen Sätzen zum 3:1 (606:587)-Duellsieg. Mathias Weber zauberte einmal mehr überragende Ergebnisse auf seine Heimbahn. Lange Zeit rechneten die Zuschauer und Fans sich ein 700er-Resultat zurecht. Am Ende erspielte der Oberpfälzer mit tollen 673 Kegeln den Tagesbestwert und ließ Marco Scheuring (567) beim 4:0 keine Chance.
 
In der Mitte entschied der SKV die Partie endgültig. Zwar musste Jürgen Pointinger nach starken 659 Kegeln und ex-
trem knappen Satzergebnissen dem überragenden Gästespieler Christian Rennert (671) mit 2,5:1,5 knapp den Vortritt lassen, aber „Ersatzmann“ Daniel Aubelj trumpfte gegen den tschechischen Nationalspieler Miroslav Jelinek (601) ganz groß auf. Nicht nur, dass er ihn mit 4:0 Sätzen bezwingen konnte. Der 28-Jährige zelebrierte auch noch eine persönliche Bestleistung von 671 Kegeln auf die Bahnen und bewies einmal mehr, dass „die Mannschaft auch in der Breite eine riesige Qualität hat und so kaum ausrechenbar ist“, wie Teamchef Timo Hoffmann nach dem Spiel feststellen konnte.
 
So war das Erreichen des Pokal-Finalturniers Ende April in Öhringen vor dem Schluss-Durchgang bei bereits drei gewonnenen Mannschaftspunkten (MP) und über 180 Kegeln Vorsprung schon sicher. Doch auch die letzten beiden Zerbster Spieler wollten obige Aussage bestätigen. Der Kapitän selbst setzte sich in einem engen Duell gegen Christian Jelitte mit 3:1 (645:625) durch.
Ein Highlight setzte zum Schluss noch der Serbe im Zerbster Team. Igor Kovacic spielte eine Wahnsinnsbahn mit 194 Kegeln. Sein Gegenspieler Robin Parkan konterte zwar mit einer 185, gab aber durch eine schlechtere Schlussbahn doch noch seinen MP nach Satzgleichheit bei 651:647 Kegeln ab.
 
So freute sich Hoffmann „wieder über 3900“ Kegel seiner Mannschaft. „Nach den riesen Ergebnissen der vergangenen Wochen war das wieder ein schweres Spiel, dass wir absolut souverän auf höchstem Niveau gemeistert haben. Wer bei uns spielt, ist tatsächlich egal. Der Einzelne steht nicht im Vordergrund. Heute hat eben Daniel Aubelj, obwohl er einige Zeit nicht für uns gespielt hat, eine super Leistung abgeliefert.“
 
Und mit Blick auf die kommenden Spiele gab er auch gleich die Marschrichtung vor: „Wir können sehr früh die Meisterschaft perfekt machen. In der Vergangenheit ist uns da schon mal die Konsequenz abhanden gekommen. Das will ich unbedingt vermeiden. Wir müssen auf unserem tollen Weg weitermachen und unsere Spiele gewinnen. Dann wird es die erhoffte überragende Saison.“
Und egal in welchem Wettbewerb steht am Ende hoffentlich ein Sieg der Rot Weißen. Die nächste Chance dafür gibt es schon im Bundesliga-Spitzenkracher am kommenden Samstag gegen Bamberg, wo mit einem Erfolg der Meistertitel endgültig eingefahren werden kann.

Kommentar schreiben

Kommentare: 0