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Erfolgsstory, die noch weitergeht

„Immer wieder, immer wieder, immer wieder SKV…“, hallte es am Sonnabend-Nachmittag im „Stadtwerke-Kegelsportcenter“. Und dies zum 15. Mal in Folge. Was für eine Erfolgsstory für den SKV Rot Weiß Zerbst 1999, den selbst im Gipfeltreffen der Bundesliga der direkte Verfolger SKC Victoria Bamberg nicht stoppen konnte. Am Ende hieß es 6:2 nach Mannschaftspunkten (MP) bei starken 3916:3821 Kegeln.
„Es ist Wahnsinn, wenn man mal die Zeit verfolgt, was da alles passiert ist“, freute sich der Mannschaftsleiter der Rot-Weißen, Andreas Förster, emotional sehr berührt. Und zum 15. Mal meinte er: „Manche denken, das ist selbstverständlich, aber dem ist nicht so. Es ist jedes Jahr hart erkämpft, aber so ein Meisterschaftsjahr, so eine Mannschaft auf so einem hohen Niveau mit solchen Leistungen habe selbst ich noch nicht erlebt“, war er beeindruckt. Er muss es wissen, denn der Coswiger gehört mit Vereinspräsident Lothar Müller und Kapitän Timo Hoffmann zu dem Trio, dass die 15. Meisterschaft in Folge miterlebt und lebt.

Vor dem Spiel war die Stimmung getrübt, denn mit Herbert „Stifte“ Wagenführ verlor der Verein ein langjähriges, treues Vereinsmitglied und gedachte ihm mit einer Schweigeminute.
Dann mussten die Zerbster aber sofort den Schalter umlegen, denn gegen den Verfolger und langjährigen Konkurrenten aus Bamberg war vollste Konzentration vonnöten.
Dies taten die Rot-Weißen souverän und legten einen super Start auf die Bahnen. Manuel Weiß spielte konstant auf sehr hohem Niveau und hatte gegen Radek Hejhal immer die besseren Argumente. Mit 4:0 Satzpunkten (SP) und sehr guten 662:621 Kegeln fegte er den Tschechen von der „Platte“.
Zeitgleich hatte Mathias Weber (644) mit Florian Seiler (596) keine Probleme. Hoch konzentriert siegte er 3:1 und der SKV führte mit 2:0 und hatte bereits ein Polster von 89 Kegeln erspielt.

In der Mitte ging es enger zu. Jürgen Pointinger führte gegen Daniel Barth mit 2:0 SP, doch Barth schlug zurück. Mit großem Kampf sicherte sich der Zerbster nach 2:2 SP mit 657:643 Kegeln den MP und somit den Deutschen Meistertitel. Die Fans skandierten bereits da „Deutscher Meister wird nur der SKV, nur der SKV, nur der SKV…“ und die Stimmung war auf dem Siedepunkt.
Parallel lieferte sich Florian Fritzmann mit seinem ehemaligen Teamkollegen Dominik Kunze ein packendes Duell. Aufgrund einer schwächeren letzten Bahn konnte Kunze mit starken 663:638 Kegeln den MP verbuchen.

Das SKV-Schlusspaar musste sich trotz der Jubelgesänge nochmals voll konzentrieren. Thomas Schneider „schleppte“ sich etwas durch die ersten drei Bahnen. Auch die letzte starke 170er Bahn reichte nicht, um Christopher Wittke, der zwei 178er Läufe spielte, zu bezwingen. Am Ende triumphierte Wittke nach 2:2 SP und 663:630 Kegeln.
Dafür brillierte Igor Kovacic und war lange Zeit auf 700er Kurs. Gegen Christian Wilke (635) spielte der Serbe vier starke Ergebnisse (176, 171, 167, 171), siegte klar 4:0 und feierte, wie Florian Fritzmann, seinen ersten Deutschen Meistertitel.

„Die 3916 Kegel sind wieder eine gute Zahl, die uns die Deutsche Meisterschaft perfekt macht. Es ist bisher eine außergewöhnliche Saison, die bisher gespielt wurde“, freute sich Kapitän Timo Hoffmann, der seiner Mannschaft gratulierte. Er fügte aber gleich an, dass sein Team „noch ein bisschen was vor hat“. „Wir wollen die Chance nutzen, zu Null durch die Liga zu kommen und bei der Champions League in Apatin zusehen, dass wir da etwas reißen.“
So geht die unglaubliche Erfolgsstory aus „Zippel Zerbst“ noch weiter und vielleicht hallt dann am 29. März ein „Immer wieder, immer wieder, immer wieder SKV…“ auch durch die Kegelhalle im serbischen Apatin.

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