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Remis bringt gemischte Gefühle

Am Ende des Spitzenspiels der Classic-Kegel-Bundesliga am Sonnabend musste man in den Reihen des SKV Rot Weiß Zerbst mit dem Unentschieden beim Mitkonkurrenten in Staffelstein zufrieden sein. „Aktuell weiß ich noch nicht, ob ich mich über das 4:4 freuen oder ärgern soll“, resümierte der Zerbster Kapitän Timo Hoffmann unmittelbar nach der Partie.
Der Serienmeister zeigte dabei ungewohnte Schwächen und blieb mit der Kegelzahl von 3784:3877 deutlich hinter dem Herausforderer aus Staffelstein zurück.
Im Startpaar konnten Manuel Weiß und Florian Fritzmann zunächst ihre Mannschaftspunkte (MP) zwar sichern, einen möglichen größeren Kegelvorsprung verspielten beide aber. Weiß gewann nach 3:1 Sätzen (SP) gegen den Ex-Nationalmannschaftskollegen Timo Hehl mit 645:610 Kegeln. Fritzmann drehte auf der Schlussbahn mit 631:624 Kegeln bei Satzgleichheit sein Duell gegen den Vize-Mannschaftsweltmeister Mathias Dirnberger noch.
Im Mitteldurchgang stand der SKV-Neuzugang Christian Wilke gegen das ehemalige Urgestein der Zerbster, Marcus Gerdau, auf verlorenem Posten. Gerdau stellte mit überragenden 706 Kegeln seine eigene persönliche Bestleistung ein und holte klar mit 4:0 SP seinen Punkt. Wilke kam auf 640 Kegel.
Dominik Kunze kontrollierte sein Match gegen Christopher Wittke und führte klar mit 3:0 SP, ehe der Staffelsteiner mit einer 175er Schlussbahn sein Team zusammen mit Gerdau nach Kegeln in Führung brachte. Kunze siegte zwar mit 632:624 Kegeln, von da an rannte der Meister aber einem Rückstand hinterher.
In den Duellen mit den anderen ehemaligen Zerbstern, Boris Benedik und Uros Stoklas, die gegen Jürgen Pointinger und Igor Kovacic ran mussten, entwickelten sich spannende und enge Duelle. Dabei war dann schnell klar, dass mehr als ein Punkt für die Rot-Weißen eine schwere Aufgabe würde. Spätestens, nachdem Jürgen Pointinger nach einem schwachen Beginn bereits auf der ersten Bahn durch Daniel Aubelj ersetzt wurde. Da Aubelj als Joker nicht wie gewohnt stach, gewann Benedik mit 4:0 SP und 659:578 Kegeln deutlich diese Partie. Den wichtigen Punkt für das Unentschieden konnte dann Kovacic in einem hochklassigen Duell gegen Stoklas mit 3:1 SP und 658:654 Kegeln sichern.
„Wir wollten hier gewinnen, deswegen können wir mit dem einen Zähler nicht zufrieden sein. In den nächsten Wochen gilt es nun, aus dem heutigen Spiel die richtigen Schlüsse zu ziehen, damit wir unser Ziel der Titelverteidigung nicht gefährden“, forderte der Zerbs-
ter Teamchef  mit Blick auf die kommenden Aufgaben von seiner Truppe.
In der Tabelle bleibt das Bild hingegen unverändert. Da Raindorf unerwartet in Kaiserslautern unterlag, steht Staffelstein mit einem Minuspunkt punktgleich mit dem SKV an erster Stelle.
Eine Überraschung gab es mit dem Erfolg des Aufsteigers aus Berlin in Friedrichshafen. Im Duell der Neulinge unterlag Wernburg gegen Hallbergmoos. Ein weiteres Unentschieden sah das Derby zwischen Breitengüßbach und Bamberg. Amberg holte zu Hause gegen Schwabsberg wichtige Punkte für den Klassenerhalt.

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