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Hoffmann-Truppe fehlt die Konstanz

Breitengüßbach bleibt für die Spitzenkegler des SKV Rot Weiß Zerbst weiterhin ein heißes Pflaster. In einer teilweise dramatischen Partie gelang dem Deutschen Meister beim „Angstgegner“ auswärts nur ein 4:4 nach Mannschaftspunkten (MP) mit dem besseren Kegelergebnis von 3795:3756.
„Auswärts kommen wir aktuell nicht auf unser Leistungsniveau. Uns fehlt die Konstanz. Dadurch hat der Gegner immer wieder Möglichkeiten, uns unter Druck zu setzen. Breitengüßbach hat das heute sehr gut gemacht und einen Punkt auf jeden Fall verdient“, musste SKV-Kapitän Timo Hoffmann nach dem Match anerkennend feststellen.
Dabei sah der Beginn zunächst für den Serienmeister noch deutlich schlechter aus. Sowohl Florian Fritzmann als auch Christian Wilke hatten an ihrer ehemaligen Wirkungsstätte drei Bahnen in ihren Duellen kaum eine echte Chance. Nachdem beide Partien mit 0:3 Satzpunkten (SP) entschieden waren, konnten die Zerbster zumindest den Kegelrückstand noch in Grenzen halten.
Wilke unterlag dem Tagesbesten Mario Nüßlein mit 1:3 SP und 645:682 Kegeln und Fritzmann holte mit dem gleichen Satzergebnis bei 622:619 Kegeln noch ein paar Kegel Vorsprung gegen Marco Scheuring heraus.
Im Mitteldurchgang lief es anschließend nur bedingt besser. Manuel Weiß musste schnell einen 0:2-Rückstand gegen Christian Jelitte hinnehmen. Doch der Vizeweltmeister kämpfte sich zurück und verpasste am Ende mit 1:3 SP und 636:656 Kegeln nur knapp den MP.
Dominik Kunze hatte gleichzeitig in seinem Duell gegen Julian Hess kaum Probleme. Er kontrollierte sein Match in gewohnter Souveränität der letzten Woche und hielt somit sein Team nach 3:1 SP und 654:579 Kegeln noch im Rennen.
Im Schlussdurchgang kamen die Rot-Weißen dann immer weiter in Schlagdistanz, bis letztendlich wenige Würfe vor dem Ende die Partie gedreht war. Doch Christian Rennert nutzte eine kurze Schwäche des Meisters und zerstob alle Hoffnungen auf einen Sieg mit zwei Abräumerneunen kurz vor Schluss. Rennert siegte nach Satzgleichheit gegen den Zerbster Teamchef Hoffmann mit 619:618 Kegeln. Igor Kovacic konnte zwar Kegel und MP gegen den Kapitän der Gastgeber, Tobias Starke, ins Ziel bringen, zeigte aber beim 3:1 nach Sätzen und 620:600 Kegeln auch einige Schwächen.
„Nach dem Spielverlauf müssen wir uns über den Punkt sogar noch freuen. Eine Niederlage wäre ebenso möglich gewesen. Wir müssen aktuell weiter an uns arbeiten und vor allem auswärts demnächst eine deutliche Leistungssteigerung abrufen“, fordert Hoffmann von seiner Truppe.
Dies ist dringend nötig. Denn in zwei Wochen steht in Schwabsberg wieder eine anspruchsvolle Aufgabe in der Fremde auf dem Plan.
Durch das Unentschieden geben die Zerbster die Tabellenführung an Staffelstein ab, die parallel souverän beim Aufsteiger in Wernburg gewannen. Den zweiten Platz teilt sich der SKV mit Raindorf, die in Bamberg siegten und dem anderen Aufsteiger aus Hallbergmoos nach dessen Sieg in Schwabsberg.
Kaiserslautern bleibt nach der Niederlage gegen Friedrichshafen im Tabellenkeller. Amberg gelang ein wichtiger Heimsieg gegen Berlin.

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