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Mit Bestleistung zum Punktgewinn

Am Samstag empfing Zweitbundesligist SKV Rot Weiß Zerbst II den SV Geiseltal Mücheln. Eine spannende und hochklassige Partie endete gerecht 4:4 (3690:3658)-Unentschieden. Die Zerbster spielten dabei eine neue Bestleistung.
Kapitän Robert Herold stellte offensiv auf und vertraute auf sein gewohntes Startpaar Manuel Wassersleben (684) und Steffen Heydrich (600). Mücheln setzte auf Erfahrung und schickte Andreas Fritsche (559) und Andreas Kühn (629) ins Rennen. Heydrich hatte anfangs Probleme im Räumen und lag schnell 0:2 zurück. Doch er kämpfte sich noch einmal heran. Er verlor zwar sein Duell mit 1:3 Satzpunkten (SP), büßte jedoch nicht allzu viele Kegel ein.
Wassersleben brannte ein wahres Feuerwerk ab. Mit 168/173/176/167 standen sensationelle 684 Kegel an der Anzeige, was gleichzeitig eine neue persönliche Bestleistung bedeutete. Fritsche wurde nach 20 Wurf ausgewechselt. Für ihn kam Wolfgang Roick, der auch gegen Wassersleben chancenlos war. Das Match endete klar mit 4:0 SP für den Zerbster. Somit war das Spiel mit 1:1 Mannschaftspunkten (MP) ausgeglichen, jedoch in der Gesamtkegelzahl führte der SKV II mit 96 Kegeln.
Im zweiten Durchgang taten sich Robert Herold (625) gegen Tobias Grötzner (611) und Robert Heydrich (585) gegen Max Mittag (587) schwer und zeigten ungewohnte Schwächen. Herold überzeugte in der zweiten Spielhälfte und gewann sein Duell knapp mit 2,5:1,5 SP. Heyd-rich fand nie so richtig seinen Rhythmus. Er unterlag Mittag nach 2:2 SP und zwei weniger erspielten Kegeln. Somit stand es 2:2 nach MP und der Kegelvorsprung konnte auf 108 ausgebaut werden.
Im letzten Durchgang sollten Andreas Wienicke (628) gegen Mathias Noack und Stefan Heckert gegen Udo Volkland (614) zumindest den Kegelvorsprung für ein Unentschieden halten. Heckert fand nicht so richtig in die Partie und unterlag Volkland klar 0:4 (568:614).
Auf der anderen Seite machte Wienicke gegen Noack eine starke Partie. Nach dem 1:1 nach SP war der Sieg  noch greifbar, doch dann kam die große „Noack-Show“. Der wohnhafte Berliner zelebrierte Kegelsport vom allerfeinsten. 113 Vollen ließ er
86 Räumer folgen und somit standen weltklasse 199 Kegel im dritten Satz an der Anzeigetafel. Wienicke ließ sich dadurch jedoch nicht beirren und setzte ebenfalls sehr gute 167 Kegel dagegen.
Beide Geiseltaler bliesen zum Angriff, doch die Zerbster blieben standhaft, konnten 32 Kegel und ein leistungsgerechtes 4:4 über die Ziellinie retten.
„Wir haben wieder einmal gezeigt, was für Potenzial in uns steckt und dass wir auch gegen Mannschaften wie Mücheln mithalten können. Dieser Punkt war enorm wichtig und das positive Gefühl nehmen wir am Wochenende mit nach Elsterwerda“, so Herold.

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