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Ausrufezeichen vor dem Weltpokal

Unmittelbar vor der Abreise zum Weltpokal nach Kroatien hat der SKV Rot Weiß Zerbst noch einmal ein gewaltiges Ausrufezeichen gesetzt. Beim 7:1-Heimsieg im Zerbster „Stadtwerke Kegelsportcenter“ gegen den SV Wernburg markierten die Top-Kegler durch Christian Wilke mit 707 Kegeln und das Team mit 4016 Kegeln Weltklasse-Ergebnisse und neue Bahnrekorde.
Oberstes Ziel des Bundesligaspiels war es, neben den zwei Heimpunkten auch Stabilität in allen Mannschaftsteilen zu erzielen. Dies gelang außergewöhnlich gut.
Gleich zu Beginn holte Robert Ernjesi (646) gegen Manuel Hopfe (590) mit solidem Spiel seinen Mannschaftspunkt (MP), musste aber gleichzeitig zuschauen, wie sein Bahnrekord aus der Vorwoche pulverisiert wurde. In einem Duell auf allerhöchstem Niveau musste Christian Wilke schon mit 707 Kegeln eine überragende neue Bestleistung im frisch sanierten „Stadtwerke Kegelsportcenter“ erspielen, um den ebenfalls wie entfesselt aufspielenden Alexander Conrad (694) mit 3:1 MP zu besiegen. Dabei räumte Wilke wahnsinnige 288 Kegel. „Da hat Chris unter Druck echt stark agiert und er hat es sehr gut gemacht“, war auch Kapitän Timo Hoffmann stolz auf die Leistung seines Besten.
Auf ähnlich hohem Ergebnisniveau ging es auch im Mitteldurchgang weiter. Manuel Weiß bezwang mit der „Schnapszahl“ 666 bei Satzgleichstand Christian Zeh (623) mit zwei ganz starken Mittelbahnen. Marcus Gerdau (678, 3:1) ließ nur zu Beginn etwas Luft an sein Duell mit Raven Michel (635). Endgültig zog er ihm aber mit der besten Zerbster Bahn des Tages von 191 Kegeln den Zahn.
Auch die Zerbster Schluss-Spieler überzeugten vollends. Teamchef Hoffmann ließ Daniel Zeh mit 3,5:0,5 Sätzen bei 669 Kegeln keine Chance. Nur zwei starke Bahnen reichten bei Jürgen Pointinger (650) nicht aus, um auch den letzten MP in Zerbst zu behalten. So musste er Paul Sommer (684), der das Kunststück einer 200er Einzelbahn bei 96 Abräumern fertig brachte, den Ehrenpunkt für die Gäste mit 1:3 überlassen.
Am Ende stand ob der Ausgeglichenheit der SKV-Stars ein überragender Bahnrekord von 4016 Kegeln an der Anzeige. „Das war schon sehr, sehr gut. Ich bin echt zufrieden. Unser Plan war ja, auch mit Blick auf den Weltpokal, alle in Form zu bringen. Das hat bis heute weitgehend gut geklappt“, meinte Hoffmann nicht zu euphorisch.
Die Gäste konnten ebenfalls mit 3842 Kegeln überzeugen, hatten aber gegen den Deutschen Meister trotz starker Leistungen keine Siegchance.
In der Tabelle bleibt vorerst Bamberg nach dem 6:2-Sieg in Amberg mit einem mehr absolvierten Spiel und trotz eines Minuspunktes an der Tabellenspitze. Der SKV und der SKK Raindorf, der gegen Schwabsberg daheim mit 6:2 gewann, liegen verlustpunktfrei dahinter auf den Rängen zwei und drei. Breitengüßbach gewann klar daheim gegen Hallbergmoos und Friedrichshafen siegte gegen den Tabellenletzten Kleeblatt Berlin mit 5:3.
Nicht nur mit dem klaren Heimsieg, sondern vor allem mit der Ausgeglichenheit auf so hohem Niveau, haben die Rot-Weißen auch ein dickes Ausrufezeichen an die Gegner beim Weltpokal in Kroatien geschickt. Bleibt zu hoffen, dass sie dieses ab morgen in Otocac bestätigen können.
 

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