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Überragender Wilke und Ligarekord

Es ist der absolute Wahnsinn, was die Zerbster Kegler vom SKV Rot Weiß am Samstag in der Bundesliga ablieferten. Mit 4111 Kegeln zauberten sie gleich nach der WM einen neuen Bundesliga-Rekord auf die Bahnen im „Stadtwerke Kegelsportcenter“.

Der Gegner vom SKC Victoria Bamberg, der mit 3870 Kegeln ebenfalls gut spielte, hatte keine Chance und verlor am Ende mit 1:7 Mannschaftspunkten (MP).

Betreuer Martin Herold musste sich „zwischendurch immer mal die Augen reiben“. „Das Ergebnis nach einer Woche WM mit allem Drum und Dran ist enorm. Als ob nichts gewesen wäre“, staunte auch er über seine Teamkollegen.

Gleich das Startpaar brannte ein wahres Feuerwerk ab. Dabei kämpfte Manuel Weiß mit Biss und Willen den Ex-Zerbster Radek Hejhal nach 2:2 Satzpunkten (SP) mit den letzten Würfen nieder und triumphierte mit 676:669 Kegeln.

Parallel spielte Christian Wilke wie entfesselt gegen Bambergs Youngster Oskar Huth. Mit einer 200er und einer 188er Bahn führte „Chrissi“ 2:0. Dann drehte Huth (684) auf einmal auf und erkämpfte mit starken 194:163 Kegeln den SP. Doch der Zerbster zündete nun nochmals den Turbo und mit einer starken 188er Schlussbahn stand ein Wahnsinns-Einzelbahnrekord von 739 Kegeln an der Anzeige. „Das war schon ganz toll, was Chris da gezeigt hat. Es war ganz wichtig, dass Manuel den Punkt noch geholt hat und Chris seinen Gegner nicht rankommen ließ. Dann war das Spiel ja schon fast entschieden“, lobte auch Martin Herold. Die Rot-Weißen führten mit 2:0 MP und hatten 62 Kegel Vorsprung.

 

Kegelsport par excellence

In der Mitte ging der Kegelsport par excellence weiter, denn sowohl Dominik Kunze als auch Marcus Gerdau spielten fantastische 702 Kegel. Kunze fertigte Daniel Barth (647) mit 4:0 SP ab. Gerdau machte mit Florian Seiler (588) beim 4:0 ebenfalls kurzen Prozess.

Die Zerbster führten mit 4:0 MP und hatten ihren Kegelvorsprung auf 231 Kegel ausgebaut und die Partie war entschieden.

Das SKV-Schlusspaar wollte an seine Vorgänger anknüpfen. Jürgen Pointinger lieferte sich mit dem zweiten Ex-Zerbster Cosmin Craciun ein enges Duell, das Craciun nach 2:2 SP aufgrund einer 175er Schlussbahn mit 643:631 Kegeln für sich entscheiden konnte und somit dem SKC den Ehrenpunkt rettete.  Igor Kovacic spielte vier gleichmäßige Bahnen und konnte somit Fabian Lange mit 3:1 SP und 661:639 Kegeln bezwingen.

Am Ende stand ein fantastischer neuer Bundesliga-Rekord von 4111 Kegeln an der Anzeige. 

„Jeder hat Moral gezeigt, gekämpft und ist an die Belastungsgrenze gegangen. Also Hochachtung und Respekt“, so Martin Herold abschließend.

In der Tabelle bleiben die Zerbster, punktgleich mit dem SKK Chambtalkegler Raindorf (12:0), an der Spitze. 

Die Raindorfer besiegten den SF Friedrichshafen ebenfalls mit 7:1. Dritter bleibt Bamberg (9:5). 

Vierter ist der TSV Breitengüßbach (8:4), der daheim Kleeblatt Berlin mit 6:2 bezwingen konnte.

Zum SKC Kleeblatt Berlin reisen die Zerbster am kommenden Wochenende. Auf den für sie unbekannten Bahnen in Seelow visieren die Rot-Weißen auch wieder einen vollen Erfolg an.

 

 

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