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Trotz Bahndefekts solide Leistung

Die Zerbster wollten eine Woche vor dem Champions League-Spiel gegen die Slowaken vom SKK Trstena Starek das Heimpunktspiel gegen FEB Amberg noch einmal nutzen, um sich auf die internationale Aufgabe einzustellen. Dies gelang gut. Leider machte ein länger andauernder Bahndefekt im Mittelpaar beiden Teams zu schaffen.
Zu Beginn spulte der frischgebackene Mannschaftsweltmeister Robert Ernjesi sein Spiel gegen Matthias Hüttner ab und besiegte ihn klar mit 4:0 Satzpunkten und 654:612 Kegeln. Somit sorgte der Serbe für den ersten MP.
Parallel gewann Marcus Gerdau  gegen Michael Wehner den ersten Satz. Doch in der Folge hatte Gerdau  immer mehr Probleme und musste aufgrund akuter Knieschmerzen ab dem 60. Wurf gegen Manuel Weiß ausgewechselt werden. Weiß spielte zwei starke Bahnen (170, 160), musste aber dem ebenfalls gut spielenden Wehner nach Punkteteilung bei 638:642 Kegeln den MP überlassen.
Es stand 1:1. Zerbst hatte sich jedoch einen Kegelvorsprung von 38 herausgespielt.
In der Mitte lieferte sich Daniel Aubelj mit Jan Hautmann ein spannendes Duell. Mit einer starken 173er Schlussbahn machte Aubelj den Sack zu und besiegte den Gästespieler mit 3:1 SP und 628:626 Kegeln.
Jürgen Pointinger spielte enorm stark und konstant. Mit drei Bahnen auf höchstem Niveau (177, 179, 178) war er klar auf Kurs 700. Leider hatte dann die Bahn mit technischen Defekten zu tun und es gab immer wieder Unterbrechungen, so dass die letzte Bahn (133) ein überragendes Ergebnis verhinderte. Dennoch war er mit 667 Kegeln Tagesbester und ließ Milan Wagner (607) beim 3:1 keine Chance.
„Das war für mich ein ganz komisches Spiel, weil es immer wieder ins Stocken kam. Wurf,  Pause, Wurf, Pause...! Dann mussten wir 20 Minuten herumstehen und warten, bis die Bahn wieder ging. Da war der Körper komplett wieder kalt und ich habe es nicht geschafft, die Körperspannung und den Kopf so hinzubekommen, um auf dem Level weiterzuspielen“, sagte Jürgen Pointinger, der „natürlich enttäuscht“ war.
„Wenn man drei Bahnen wirklich gut spielt und bis zu dem Bahnschaden war bei mir alles in Ordnung und im grünen Bereich, dann weiß man auch, wo man hätte hinspielen können, wenn man es bis zum Ende durchzieht. Aber am Ende sind die 667 Kegel, der Punktgewinn und der Sieg der Mannschaft auch in Ordnung.  Da ist das nur ein kleiner Wermutstropfen“, so der 34-Jährige, der sich immer in den Dienst der Mannschaft stellt.
Der SKV führte mit 3:1 und hatte sein Kegelpolster auf 100 ausgebaut.
Das Schlusspaar der Zerbster mit Kapitän Timo Hoffmann und dem zweiten frischgebackenen Mannschaftsweltmeister Igor Kovacic bot dann nochmals Kegelsport auf hohem Niveau. Hoffmann fertigte Christian Happel mit 4:0 (658:582) ab und Kovacic hatte mit Maximilian Hufnagel nach 3:1 Sätzen und 651:623 Kegeln ebenso keine Probleme.
Am Ende fiel der Sieg mit 7:1 und einem Plus von 204 Kegeln deutlich aus.
Am kommenden Samstag steht nun die erste Runde in der Champions League an. Bei der derzeitigen Corona-Extremlage hoffen alle, dass  die auch gegen die Slowaken vom SKK Trstena Starek stattfinden kann.
Dies wünscht sich auch Jürgen Pointinger: „Wir hoffen natürlich, dass wir spielen können in einer sinnvollen Art und Weise. Da muss man natürlich das Ganze sehen. Es bringt ja nichts, wenn wir nur das eine Spiel absolvieren und eine Woche später wird alles zugemacht. Derzeit ist es alles sehr schwierig.“
Der Neutraublinger wünscht sich, dass die Spiele „in einem sinnvollen Rahmen“ ausgespielt werden können. „Es nützt ja nichts, alles auf Biegen und Brechen zu machen. Da kommt ja auch keiner weiter.“

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