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Pure Ernüchterung für die Zerbster

Auf das erste Punktspiel nach der längeren Pause hatten sich sowohl die Zerbster Zweitbundesliga-Kegler vom SKV Rot Weiß als auch ihre Gäste vom KV Wolfsburg sehr gefreut. Die Zerbster wollten die Punkte unbedingt daheim behalten, doch am Ende herrschte nur eins: Ernüchterung.
SKV-Kapitän Robert Herold fand die Leistung seiner Mannschaft „enttäuschend“, da sie „überhaupt nicht die Trainingsleistungen der vergangenen Wochen widerspiegelte“.
Im leeren „Stadtwerke Kegelsportcenter“ ohne Zuschauer und nur mit 2G+-Zugang trafen die beiden punktgleichen Kontrahenten aufeinander. Beide Kapitäne machten gleich in ihren Ansprachen ihre Ziele deutlich. Beide wollten den Sieg nach einem spannenden Spiel.
Doch so spanend, wie es die Vorzeichen erwarten ließen, war das Spiel am Ende nicht. Gleich das Startpaar der Wolfsburger, Bernd Schönberger und Andreas Hüttl (601), zeigte guten Kegelsport und errang die zwei Mannschaftspunkte (MP).
Dabei begann Denny Ackermann mit einer 161er Bahn vielversprechend, konnte das Niveau aber nicht halten. Auch die Einwechslung von Stefan Stortz brachte nicht den gewünschten Effekt. 16 Fehlwürfe waren einfach zu viel. Das SKV-Duo verlor nach 2:2 Satzpunkten (SP) mit 550 Kegeln gegen Schönberger (598). Parallel spielte Andreas Wienecke konstant, verpasste aber die Chance, Hüttl abzufangen. So verlor er trotz seines besseren Gesamtergebnisses von 605:601 Kegeln mit 1:3 SP den MP. Wolfsburg führte mit 2:0 und einem Plus von 44 Kegeln. Alles war offen.
Das Mittelpaar des SKV II mit Manuel Wassersleben und  Robert Herold wollte nun die Aufholjagd starten. Dies gelang nur teilweise. Wassersleben konnte mit zwei starken 179er Bahnen seinen ehemaligen Teamkollegen Steffen Heydrich nach 2:2 SP mit 643:592 Kegeln bezwingen und sich den Zerbster Bestwert sichern.
Kapitän Robert Herold hatte gegen Carsten Strohbach das Nachsehen und unterlag 1:3 (599:634). Somit bauten die Gäste ihre Führung auf 3:1 MP aus, doch ihr Kegelvorsprung schmolz auf 28 Kegel.
Das Schlusspaar des SKV II mit Robert Heydrich und Stefan Heckert wollte noch für die Wende sorgen. Aber auch das misslang. Heydrich spielte gut, konnte aber  Ronald Schlimper nicht so recht abschütteln. Am Ende blieb der MP nach 3:1 Sätzen und 638:603 Kegeln bei den Zerbstern. Stefan Heckert hingegen hatte gegen den starken Mathias Hähnel keine Chance. Hähnel spielte mit 658 Kegeln den Tagesbestwert, besiegte Heckert (582) mit 3:1 und fuhr den 6:2-Sieg über die Ziellinie.
„Wolfsburg hat ein gutes Spiel gemacht. Es ist umso ernüchternder, da wir zuvor schon oft bewiesen hatten, dass wir in der Lage sind, auch solche Ergebnisse zu spielen“, war Robert Herold enttäuscht.
Doch die Niederlage muss schnell verarbeitet und abgehakt werden. Denn bereits am Samstag folgt das nächste Heimspiel. Da ist der Tabellenneunte Semper/AdW Berlin zu Gast und da soll es dann mit einem Sieg klappen.
„Kein Heimspiel ist bei uns ein Selbstläufer. Alle wissen, dass wir bei uns in Zerbst die derzeit beste und modernste Bahn im Land haben. Da ist jeder motiviert, gute Ergebnisse zu spielen. Wir müssen uns steigern, wenn wir gewinnen wollen“, erwartet der Kapitän.

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