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Re-Start mit Bahnrekord für Serienmeister

Nach dem verletzungsbedingt abgesagten ersten Spiel nach der langen Corona-Pause in der Vorwoche sind die Spitzenkegler des deutschen Serienmeisters vom SKV Rot Weiß Zerbst mit einem überragenden 7:1 (3904:3763)-Auswärtssieg beim SV Wernburg mit Mannschaftsbahnrekord in die Bundesliga zurück gekehrt.
Die Zielstellung für den Re-Start nach der langen „Winterpause“ war eindeutig. Wieder gut in den Spielrhythmus finden und die Punkte nach Hause bringen. Dies gelang gegen keineswegs enttäuschende Gastgeber in eindrucksvoller Manier. „Mit dem Gesamtergebnis bin ich absolut zufrieden, auch wenn schon noch Luft da ist. Aber das ist nach einer so langen Pause sicher auch normal“, resümierte SKV-Teamchef Timo Hoffmann.
Spielerische Highlights
Gleich zu Beginn gab es spielerische Highlights auf beiden Seiten zu sehen. Ähnlich wie im Hinspiel in Zerbst musste sich Alexander Conrad im Duell der Partiebesten trotz toller 680 Kegel dem frischgebackenen DKBC-Sportler des Jahres, Christian Wilke (690), bei 2:2 Satzpunkten (SP) geschlagen geben.
Kegelsport auf höchstem Niveau.
Gleichzeitig battelten sich Christian Zeh (642) und Dominik Kunze (657) auf Augenhöhe. Der Zerbster hatte besonders im Räumen immer leichte Vorteile und gewann mit 3:1 Sätzen den zweiten Mannschaftspunkt (MP) für den Titelverteidiger. Kapitän Hoffmann bemerkte schon da: „Die beiden Punkte waren schon richtungsweisend, obwohl die Wernburger ein wirklich gutes Spiel zeigten.“
Die absolute Vorentscheidung im Spiel fiel im Mittelpaar. Daniel Aubelj fertigte Manuel Hopfe (584) mit einer neuen persönlichen Liga-Bestleistung von 655 Kegeln mit 4:0 SP regelrecht ab und holte im Gesamtergebnis allein schon 71 Kegel heraus. „Auf Daniel ist eben absolut Verlass“, war Hoffmann sehr zufrieden.
Zwar unterlag gleichzeitig Marcus Gerdau (618) wegen zwei jeweils durch nur einen Kegel entschiedenen Sätzen gegen Raven Michel (609) mit 1,5:2,5 SP, doch der Kegelvorsprung der Zerbster war schon auf über 100 angewachsen.
„Marcus hatte jetzt einige Zeit mit seinem Knie zu tun und ist erst letzte Woche wieder ins Training eingestiegen. Er braucht sicher noch eine Weile“, nahm Hoffmann seinen Spieler etwas in Schutz.
Im Schlussblock bot SKV-Kapitän Timo Hoffmann mit tollen 673 Kegeln und dem 3:1-Sieg gegen Paul Sommer (645) nochmals Weltklasse-Kegeln an und ließ von Beginn an keinen Zweifel mehr am Auswärtssieg aufkommen. Ähnlich, jedoch auf etwas niedrigerem Niveau, verlief das Parallel-Duell. Jürgen Pointinger (611) verdarb sich beim 3:1-Erfolg über Daniel Zeh (603) durch eine schwache dritte Bahn ein deutlich höheres Ergebnis, sicherte aber MP Nummer sieben souverän.
„Jetzt zahlt sich die Breite in unserem Kader aus. Welches Team gewinnt in der Bundesliga-Auswärtsspiele, wenn drei Stammkräfte fehlen“, zeigte sich Hoffmann auch mit der eigenen Personalstrategie zufrieden.
Am Ende stand ein neuer Mannnschaftsbahnrekord an der Anzeige und die Zerbster freuten sich über den gelungenen Neustart in die Liga.
Da gleichzeitig der SKK Raindorf gegen Schwabsberg doch etwas überraschend mit 2:6 unterlag, stehen die Rot-Weißen jetzt als einzige verlustpunktfreie Mannschaft souverän an der Tabellenspitze. Bamberg rückte durch ein knappes 5:3 gegen Amberg bei allerdings schon elf Spielen und sieben Minuspunkten auf den zweiten Rang vor.
Weiter im Medaillenrennen bleiben Hallbergmoos und Breitengüßbach. Hier brachte sich das Team des Ex-Zerbsters Thomas Schneider aus Hallbergmoos, nächster Heimgegner des SKV nach der Champions League-Pause in zwei Wochen, durch einen 5:3-Heimsieg im direkten Duell in der Tabelle knapp in Vorderhand. Friedrichshafen verabschiedete sich mit einem 5:3-Auswärtssieg beim punktlosen Tabellenletzten endgültig aus dem Abstiegskampf.
Der Blick auf die anderen Teams ist beim Kapitän der Zerbster aber eher flüchtig: „Wenn wir unser Zeug machen, können die anderen Mannschaften versuchen, was sie wollen.“
Champions League wartet
Am kommenden Samstag steht für den SKV das Viertelfinale in der Champions League an. Da muss im Heimspiel gegen den Bundesliga-Rivalen aus Breitengüßbach mit dem ehemaligen Zerbster Florian Fritzmann eine gute Ausgangslage für das Rückspiel in drei Wochen gelegt werden, um erneut ins Final-Turnier der Königsklasse einziehen zu können.

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