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Acht Kegel machen den Unterschied

Nach einem sehr spannenden Krimi sicherten sich die Zerbster Frauen des SKV Rot Weiß Zerbst erneut einen Heimsieg und wichtige zwei Punkte. Sie besiegten am Sonntag den KSV Bennewitz mit 5:3 Mannschaftspunkten (MP) und mit nur acht Kegeln Vorsprung.
Bei Mannschaftsleiterin Anja Heydrich hatte sich die Aufregung immer noch nicht so recht gelegt. Denn das Spiel war nicht nur spannend bis zum Schluss, sondern aufgrund technischer Probleme mit der Anlage im Schlusspaar wusste vorerst keine der beiden Mannschaften, wie das Spiel nun eigentlich ausgegangen war.
Dies wurde dann schnell nachgerechnet und dann stellte sich doch auf Zerbster Seite pure Freude ein.
Im Startpaar teilten sich die Punkte. Tanja Dayß spielte sehr stark und konnte gegen Vicky Herold nach 3:1 Satzpunkten und 593:551 Kegeln punkten. Dafür ließ Marie-Louise Pfeiffer dieses Mal Reserven offen und musste der besten Gästespielerin Katrin Eßrich nach 1:3 Sätzen und 549:584 Kegeln den MP überlassen.
Mit diesem 1:1 und nur sieben Kegeln Vorsprung starteten die Mittelpaare. Jördis Schulze machte ein super Spiel. Sie konnte Sara-Helen Wahrn (551) nach Satzpunktteilung mit neuer persönlicher Bestleistung von 595 Kegeln bezwingen und den MP sichern. Parallel konnte die für ihre erkrankte Tochter Petra eingesprungene Karin Leps Gabriela Gerlach im Zaum halten. Sie verlor zwar mit 0:4 Satzpunkten (SP) und 486:517 Kegeln, die Zerbsterinnen waren ihr für ihren Einsatz aber sehr dankbar.
Das Spiel blieb weiterhin offen. Es stand 2:2 und die SKV-Mädels führten mit 20 Kegeln.
Das Schlusspaar des SKV sollte nun zur Attacke blasen und den Sieg klarmachen. Doch da spielte die Technik auf der Anlage nicht mit.
Maria Wassersleben spielte stark und war auf Kurs 600. Doch die technischen Ausfälle der Anlage brachten sie dann aus dem Konzept. Dennoch besiegte sie Yvonne Lindenhain nach 2:2 SP mit sehr guten 589:576 Kegeln. Hingegen fand Christine Neuendorf nicht so richtig zu ihrem gewohnt konstanten Spiel. Sie kämpfte, aber Melanie Thomas hatte immer das bessere Ende für sich. So gewann Thomas mit 4:0 SP und 563:538 Kegeln.
Jubel kam jedoch nicht auf. „Wir wussten aufgrund des Ausfalls der Anlage zuerst nicht, wer nun gewonnen hatte“, erzählte Anja Heydrich. Am Ende waren es nur acht Kegel Vorsprung bei 8:16 SP für die Zerbsterinnen. Somit blieben die Punkte im „Stadtwerke Kegelsportcenter“.
Die Teamleiterin lobte am Ende die Schlussspielerinnen. „Da ziehe ich echt den Hut, denn sie waren zwischenzeitlich aus dem Rhythmus und mussten sich warmhalten. Und trotzdem haben sie noch gut getroffen. Insgesamt waren es drei mega Ergebnisse und ich bin begeistert“, fügte sie an.
Sie bedankte sich auch bei Karin Leps, die nach ihrer langen Pause erstmals wieder zum Einsatz kam. „Dafür hat sie es sehr gut gemacht und sie war auch zweimal knapp am Satzgewinn dran, was ich ihr von Herzen gegönnt hätte“, lobte die Roßlauerin.
Die Frauen waren sehr froh, dass Robert Herold in der Halle war und ihnen bei der Bedienung der Anlage und der Behebung der Probleme helfen konnte. Dafür möchten sie einmal danke sagen.
„Bennewitz hatte sehr offensiv aufgestellt und aufgrund des ganzen Durcheinanders wäre auch ein Unentschieden drin gewesen. Ich bin froh, dass es ein Sieg für uns geworden ist“, freute sich die Mannschaftsleiterin.
Bevor am 6. Februar das Derby beim TuS Leitzkau ansteht, reisen die Zerbsterinnen am kommenden Sonntag zum Nachholspiel nach Bautzen. Beim MSV konnten sie bisher noch nicht gewinnen. Vielleicht klappt es dieses Mal.

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