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Zwei Siege – SKV weiter ungeschlagen

Durch zwei Siege an einem Wochenende festigten die Spitzenkegler vom SKV Rot Weiß Zerbst verlustpunktfrei ihre Tabellenführung in der Bundes- liga. Am Sonnabend gewannen die Hoffmann & Co. in Bamberg mit 8:0 und Bahnrekord, am Sonntag kämpften sie sich zu einem 7:1-Erfolg in Friedrichshafen.
Die doppelte Belastung war wegen der Spielabsage der Zerbster vor drei Wochen und der damit verbundenen Neuansetzung des Spiels gegen Friedrichshafen notwendig geworden.
Überragende Leistungen
Am Sonnabend brachten die Rot-Weißen teils überragende Leistungen auf die Bamberger Bahnen. Dabei erinnerte der Start-Durchgang zeitweise an die engen Duelle vergangener Tage, denn die Gastgeber hielten sehr gut mit, setzten die Zerbster teils kräftig unter Druck. Fabian Lange begann gegen Rückkehrer Manuel Weiß (3:1, 654:679) mit einem Paukenschlag und 192:151 Kegeln. Doch der Vize-Weltmeister auf Seiten der Zerbster bewies seine Nervenstärke, holte in knappen Sätzen die übrigen drei Bahnen und damit trotz 25 weniger erspielter Gesamtkegel mit 3:1 den ersten Mannschaftspunkt (MP) für seine Farben.
Ganz ähnlich verlief zu Beginn das Duell zwischen Oskar Huth und Marcus Gerdau (3:1, 651:623). Huth holte sich die erste Bahn deutlich (167:136). Doch dann drehte Gerdau auf und gewann die folgenden Sätze und damit den MP.
Im dritten Duell des Startdurchgangs wogte die Partie zwischen Radek Hejhal und Christian Wilke (2:2, 642:636) ständig hin und her. Der Zerbster behielt aber am Ende auf seiner alten Heimbahn mit sechs Kegeln Vorsprung die Oberhand.
Damit hatte Bamberg allerdings sein Pulver verschossen. Aufgrund personeller Sorgen waren die drei Duelle im Schluss-Durchgang nur noch Formsache für die Rot-Weißen. Allerdings wollten sich auch Dominik Kunze, Igor Kovacic und Kapitän Timo Hoffmann nicht lumpen lassen und ihre gute Verfassung auch mit Blick auf das Champions League-Viertelfinal-Rückspiel in der kommenden Woche unter Beweis stellen. Dies gelang hervorragend.
Toller Einzelbahnrekord
Hoffmann (3:1, 663:555) dominierte Stefan Bürkl, verdarb sich nach drei starken Bahnen mit einem durchschnittlichen Schlussdurchgang ein noch besseres Ergebnis. Ähnlich erging es Kunze (4:0, 648:550) gegen Marcel Puff. Er „schluderte“ auf seiner zweiten Bahn etwas. Überragender Akteur des Tages war allerdings der Serbe in den Reihen des Rekordmeisters. Kovacic spielte gegen Werner Fritzmann (556) auf höchstem Niveau. Er krönte seine Wahnsinns-Leistung nicht nur mit einer 204er Bahn und dem 4:0-Duellsieg, sondern auch mit dem Einzelbahnrekord von 726 Kegeln.
Durch die ausgeglichenen Spitzenergebnisse der Zerbster stand am Ende ein überdeutliches 8:0 sowie ein neuer Mannschaftsbahnrekord von 3984:3599 Kegeln an der Anzeige.
Das war eine überragende Reaktion des SKV-Teams, die nach der durchwachsenen Leistung im Champions League-Hinspiel gegen Breitengüßbach auch von Teamchef Hoffmann gefordert worden war. „Das war eine sehr gute Leistung und die erhoffte deutliche Steigerung zum Champions League-Spiel. Allerdings kamen uns die personellen Sorgen des Gegners natürlich auch entgegen“, meinte ein zufriedener Kapitän am Volksstimme-Telefon.
Ausgeglichenheit auf hohem Niveau
„Vor allem die Ausgeglichenheit auf hohem Niveau hat mir gefallen. Und was Igor gemacht hat, war schon groß.“
Gestern gab es dann das nachzuholende Punktspiel gegen die Sportfreunde Friedrichshafen. Auch am Bodensee mussten sich die Rot-Weißen lange Zeit gegen die starken Gastgeber wehren. Am Ende holten sie sich aber fünf der sechs Duelle und auch die Gesamtkegelwertung. Der SKV gewann mit 7:1 (3640:3555) gegen die Truppe um den ehemaligen Zerbster Publikumsliebling Torsten Reiser. Ein ausführlicher Bericht folgt.
Am Sonnabend siegte auch der stärkste Verfolger der Zerbster im Meisterschaftskampf, der SKK Chambtalkegler Raindorf, in Friedrichshafen mit 7:1 (3641:3467) und bleibt so mit nur einer Niederlage in Schlagdistanz. Breitengüßbach gewann ganz knapp mit nur sieben Kegeln Vorsprung beim Tabellenletzten Kleeblatt Berlin, Schwabsberg fertigte Wernburg mit 8:0 ab und Kaiserslautern holte beim 4:4 einen wichtigen Punkt im Kampf gegen den Abstieg in Amberg.

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