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Erfolg nach holprigem Start

Nach dem 8:0-Kantersieg am Sonnabend mit Bahnrekorden in Bamberg konnten die Kegler des SKV Rot Weiß Zerbst auch am Sonntag in Friedrichshafen gewinnen. Allerdings war der 7:1-Erfolg schwerer erkämpft, als es das Ergebnis aussagt.
„Nach dem tollen Spiel in Bamberg bin ich auch mit der Teamleistung in Friedrichshafen zufrieden“, berichtete SKV-Kapitän Timo Hoffmann auf der Rückfahrt vom Bodensee in die Heimat. „Das ist schon eine anspruchsvolle Bahn und dafür war es eine gute Leistung, die wir abgeliefert haben.“
Zu Beginn taten sich die Zerbster jedoch recht schwer. Marcus Gerdau (580) kam nicht wirklich in sein Spiel. Er war beim 0:4 gegen den U23-Weltmeister Lukas Funk, der mit 664 Kegeln der überragende Akteur des Tages werden sollte, chancenlos. Gleichzeitig kämpfte sich Manuel Weiß bei ausgeglichenen Sätzen zu einem knappen 606:592-Sieg gegen Michael Reiter. Die Gastgeber führten überraschenderweise nach dem ersten Drittel deutlich nach Kegeln.
Auch im Mittelpaar blieben die Friedrichshafener auf Tuchfühlung, auch wenn die Favoriten aus Zerbst die Mannschaftspunkte „einheimsten“. Dominik Kunze rang den ehemaligen Zerbster Torsten Reiser bei Satzgleichstand knapp mit 615:605 nieder. Dabei machte er sich das Leben mit einer schlechten Schlussbahn (128) selbst schwer und verdarb sich ein deutlich besseres Resultat.
Gleichzeitig kämpfte sich Daniel Aubelj nach durchwachsenem Start gegen den Routinier der Gastgeber, Darko Lotina, zu einem 2,5:1,5-Duellsieg. Er holte bei 611:581 Kegeln auch einige Zähler in der Kegelgesamtwertung auf, die aber immer noch mit 30 Pluskegeln zu Gunsten der Gastgeber ausfiel.
Zum Schluss wurde es dann doch noch der erhoffte deutliche Sieg, denn das Team vom Bodensee hatte sein Pulver augenscheinlich verschossen. Teamchef Hoffmann (621) fertigte Jonas Willer (570) mit 4:0 ab und Igor Kovacic gewann gegen Nicolai Müller mit 3:1 (607:543).
So erspielten die Zerbster mit dem 7:1 (3640:3555)-Sieg die nächsten beiden Auswärtspunkte in Richtung Titelverteidigung. Im Quervergleich zum Verfolger, dem SKK Chambtalkegler Raindorf (7:1, 3641:3467), der am Sonnabend in Friedrichshafen angetreten war, wurde fast das selbe Ergebnis erzielt.
Kapitän Timo Hoffmann war zufrieden und blickte schon auf das Champions League-Viertelfinal-Rückspiel in der kommenden Woche in Eichenhüll gegen Breitengüßbach voraus: „Es war gut, dass wir jetzt noch einmal richtige Spielpraxis für alle bekommen haben. Ich hoffe, dass wir in der kommenden Woche durch die Rückkehr von Jürgen Pointinger auch wieder mehr personelle Alternativen haben. Denn dort müssen wir unser Potenzial voll abrufen.“

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