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Aussichtsloses Unterfangen

Nur zu sechst konnte Zweitbundesligist SKV Rot Weiß Zerbst II zum Auswärtsspiel zum SV Union Sandersdorf reisen. Als sich im Startpaar Andreas Wienecke verletzte, war die Partie schon fast entschieden. 6:2 hieß es am Ende für die Gastgeber, die mit 3605:3223 Kegeln einen neuen Bahnrekord erspielten.
Wienecke musste gegen Kai Brandt (603) nach zwei Sätzen ausgewechselt werden. Somit standen nur 261 Kegel zu Buche. Da auch Denny Ackermann gegen André Röder 1,5:2,5 (531:577) verlor, lag der SKV schon aussichtslos mit 0:2 Mannschaftspunkten (MP) und 388 Kegeln hinten.
„Es war für uns alle dann sehr schwer, sich darauf einzulassen. Sicher war nach dem ersten Durchgang noch ein Punkt drin, aber nach dem Mittelpaar war es dann vorbei“, sagte SKV-Kapitän Robert Herold.
Denn im Mittelpaar blieb auch Stefan Stortz punktlos. Er unterlag Philipp Hoppe-Gürbig nach 1:3 Sätzen und 561:622 Kegeln. Hoffnung gab der Auftritt von Manuel Wassersleben, der Steven Sasse nach drei starken Bahnen 3:1 (638:617) bezwang. Aufgrund einer schwächeren vierten Bahn verdarb sich der Zerbster ein noch höheres Ergebnis.
Mit dem 1:3-Rückstand und dem noch deutlicheren Kegelminus (428) konnte sich das SKV-Schlusspaar nur noch damit motivieren, für sich selbst ein gutes Ergebnis zu erzielen.
Das tat es auch. Vor allem Robert Heydrich, der mit 639 Kegeln Tagesbester wurde und den zweiten MP einfuhr. Er besiegte Christian Schuch (575) in 3:1 Sätzen.
Robert Herold spielte solide, musste seinen MP aber nach 1:3 Sätzen mit 593:611 Kegeln Sebastian Neuber überlassen.
„Wenn wir durchgespielt hätten, wäre eine Siegchance da gewesen. Die Sandersdorfer haben gut gespielt und wir gratulieren ihnen zur Bestleistung“, waren die Zerbster faire Verlierer.
Allzu betrübt sind die Rot-Weißen nun schon nicht mehr. „Wir hatten uns durch unsere bisherigen Spiele eine gute Ausgangslage geschaffen. Es ist ein besonderes Jahr. Nun haben wir auch noch so etwas erlebt, was wir sicher nicht vergessen werden“, sagte Robert Herold. Der Kapitän zeigte sich gleich wieder kämpferisch: „Wir verlieren lieber einmal richtig und greifen nun wieder richtig an. Denn jetzt geht es wieder von vorn los.“
Am Sonnabend um 14 Uhr steht das Derby gegen Union 1861 Schönebeck an. Die Salzlandstädter konnten zuletzt drei Siege einfahren. Im Zerbster „Stadtwerke Kegelsportcenter“ soll der Siegeslauf nun gestoppt werden.

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