Herren holen „Pott“, Frauen mit Silber

 

Der SKV Rot-Weiß Zerbst war nach längerer Ab-stinenz einmal wieder im Landespokal Sachsen-Anhalts im Classic-Kegeln aktiv. Und wie! Die Männer holten am vergangenen Wochenende in Schönebeck den Pott und die Frauen die Silbermedaille.

Dabei starteten die Rot-Weißen zumindest im Männerbereich das Pokaljahr im Kreispokal eher als „zusätzliche Spielmöglichkeit für die dritte und vierte Mannschaft“, so „Pokalchef“ Olaf Leps. Aber nachdem der Kreispokal gewonnen wurde und auch die ersten Runden, da schon mit gemischten Teams aus zweiter, dritter und vierter Männermannschaft, erfolgreich endeten, waren die Zerbster schon mit dem Pokalvirus infiziert.
Und das bewiesen sie auch beim Final Four-Turnier in Schönebeck. Im Halbfinale am Sonnabend gegen den Landesklasse-Vertreter aus Zschornewitz war das Spiel nach zwei Durchgängen entschieden. Sven Palmroth war mit 605 Kegeln bester Zerbster und der Finaleinzug stand bei 6:2 Mannschaftspunkten (MP) und 3366:3285 Kegeln frühzeitig fest.
Im zweiten Halbfinale musste sich Gastgeber Union Schönebeck im Schluss-Spurt denkbar knapp (2:6, 3415:3443) dem zukünftigen Zweitligagegner Grün-Weiß Wörlitz geschlagen geben.
Die Frauen setzten sich gegen Landesliga-Konkurrent SG Wählitz mit 5:3 (3213:3066) durch, wobei vor allem Anja Durzynski (570), Petra Leps (568) und Tanja Dayß (552) stark spielten. Zweitligist und Gastgeber Union Schönebeck schickte den KSV Gerbstedt mit 6:2 (3313:3196) nach Hause und war somit Finalgegner der Rot-Weißen.
Das Frauenfinale wurde ein echter Krimi. Nach zwei Durchgängen mit Christel Klang (572) und erneut Leps (565) in Hochform stand es nach MP 2:2 unentschieden und auch bei den Gesamtkegeln gab es keine Vorentscheidung. Nun drehten Tanja Dayß (Turnierbeste 594) auf Zerbster und Vicky Otto (589) auf Schönebecker Seite auf, so dass die Führung fast mit jedem Wurf wechselte. Am Ende jubelten die Schönebeckerinnen zwar über den 5:3 (3321:3290)-Pokalsieg, aber auch die Rot-Weißen waren „mit dem was wir hier geleistet haben sehr zufrieden“, meinte Durzynski nach Spielschluss.
„Dieses Event war für den Verein und unseren internen Zusammenhalt eine tolle Sache. Auch haben wir den SKV stark auch mal auf Landesebene präsentiert.“
Teamleiter Olaf Leps.
Das Männerfinale war überraschend einseitig. Das lag daran, dass Wörlitz in keiner Weise an die Vortagesleistung anknüpfen konnte, andererseits an der konstant guten Teamleistung der
Zerbster. Vor allem Robert Heyd-
rich revanchierte sich mit der Turnierbestleistung von 616 Kegeln für das durchwachsene Halbfinale und führte sein Team zum unangefochtenen 7:1 (3443:3186)-Pokalerfolg.
Leps meinte zum Abschluss noch einmal stolz: „Dieses Event war für den Verein und unseren internen Zusammenhalt eine tolle Sache. Auch haben wir den SKV stark auch mal auf Landesebene präsentiert“.

Zweimal Platz zwei für Rot-Weiße

 

An vier Standorten fanden die Landeseinzelmeisterschaften der Aktiven im Classic-Kegeln statt. Die Vorrunden am Samstag wurden in Leitz-
kau (Männer), Loburg (Frauen) und Zerbst (U23) gespielt. Das sonntägliche Finale kegelten dann alle Finalisten gemeinsam in Schönebeck.
Zwei Silbermedaillen gewannen dabei die Starter des SKV Rot Weiß Zerbst. Bei den Männern verbesserte sich Manuel Wassersleben durch die beste Finalleistung von 618 Kegeln mit 1203 Gesamtholz vom achten auf den zweiten Rang, der zur Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften berechtigt.
Etwas besser war nur der Ex-Zerbster Sven Tränkler vom SV Geiseltal-Mücheln. Er hatte in Leitzkau mit 637 Kegeln für den Spitzenwert des Wochenendes gesorgt. In Summe erreichte Tränkler 1215 Kegel und sicherte sich zum wiederholten Male den begehrten Landesmeistertitel.
In einem spannenden Kampf um Bronze kamen die Zerbster Robert Herold (1183) und Robert Heydrich (1177) auf den Rängen fünf und sechs ein. Dritter wurde quasi mit dem letzten Wurf Sebastian Sitter (1186) vom SV Grün-Weiß Langendorf.
Ebenfalls Silber und das damit verbundene Ticket zu den Deutschen Titelkämpfen erreichte der SKV-Kegler Steffen Heydrich in der Altersklasse der U23, der Junioren. 1138 Kegel waren die zweitbeste Leistung hinter Andreas Kelm (Schafstädt/1155) und vor Tobias Labusiak (Holzweißig/1129).
Auf dem Bronzerang bei den Juniorinnen landete mit der Holzweißigerin Mandy Scherz (1087) eine ehemalige Zerbsterin. Sie musste sich nur Vicky Otto (Schönebeck/1155) und Franziska Haude (Langendorf/1124) geschlagen geben.
Die Frauen fanden auf der neuen Anlage in Loburg ebenfalls hervorragende Bedingungen vor. Um sich für das Finale der besten zwölf Keglerinnen zu qualifizieren wurden unglaubliche 581 Kegel benötigt.
Sowohl die spätere Landesmeisterin Brigitte Merkel (Muldenstein/1198) als auch die zweitplatzierte Maria Pratsch (Holzweißig/1195) spielten mit 614 bzw. 615 Kegeln in der „Storchenstadt“ über der 600er Marke. Über Platz drei durfte sich Stefanie Barthel (1173) aus Schkopau freuen.
Nun beginnt für die jeweiligen Meister und Vizemeister die Vorbereitung auf die Deutschen Einzelmeisterschaften am 9. und 10. Juni in Ludwigshafen-Oggersheim.

(Von Andy Neumann/Foto: privat)

Meisterehrung als Saisonhöhepunkt

Das „Stadtwerke Kegelsportcenter“ in Zerbst wird am Samstag aus allen Nähten platzen. Nach dem Bundesliga-Topspiel der Spitzenkegler des SKV Rot-Weiß Zerbst gegen Victoria Bamberg erhalten die Rot-Weißen ihren Lohn für die überragende Saison, die Meisterehrung.
Zuvor wartet aber noch ein hartes Stück Arbeit auf die Männer um Teamchef Timo Hoffmann, denn mit Bamberg kommt der ärgste Meisterschafts-Konkurrent an die Nuthe und gegen ihn soll ein Sieg her und die verlustpunktfreie Serie nicht reißen.
Sportlich hat das Spiel zwar keinen Wert mehr, aber die SKV-Männer haben noch viel vor. Deshalb ist dieses Spiel dennoch immens wichtig. „In der Liga ist das Spiel unbedeutend. Wir sind Meister und die Sache ist gelaufen“, sagte Timo Hoffmann und betonte, „dass es sich seine Mannschaft nicht erlauben kann, ein Spiel abzuschenken“. Denn „in zwei Wochen steht das Champions League-Finale an und dazu müssen wir die Spannung hochhalten“.
So möchte der Kapitän, dass sich seine Mannen morgen ab 12 Uhr „gegen einen Topgegner auf hohem Niveau Selbstvertrauen für das Final Four in Bamberg holen“. „Wir haben noch etwas ganz Wichtiges vor uns und jeder Spieler weiß das. Außerdem wäre es sportlich nicht fair, da in der Liga hinter uns noch einiges offen ist und ich möchte mir nicht nachsagen lassen, dass wir Einfluss genommen haben“, so der Banker.
Die Vorfreude auf die Meisterschafts-Ehrung war auch Timo Hoffmann anzumerken: „Wir haben eine so gute Saison gespielt. Nun wollen wir vor unserem Heimpublikum nochmals gute Leistungen zeigen und dann gemeinsam unsere Meisterschaft feiern.“
Und auch wenn es für den Kapitän Timo Hoffmann bereits die 13. Meisterschaft ist, ist es längst nicht Routine und dennoch „etwas ganz Besonderes“. „Wir haben überragende Leistungen gezeigt und es über diesen Weg erneut zur Meisterschaft geschafft. Darauf können wir sehr stolz sein und ich freue mich darüber“, so der Taktiker, der am erneuten Titelgewinn einen Bärenanteil hat.
Viele Gäste haben sich für den morgigen Ehrentag angekündigt. Präsident Lothar Müller und sein Team hatten alle Hände voll zu tun und freuen sich nun auch auf diesen Höhepunkt. „Alle wichtigen Leute aus Politik und Wirtschaft haben sich angekündigt“, freute sich Müller über die Anteilnahme. Innenminister Holger Stahlknecht und der Präsident des DKBC, Jürgen Franke, werden die Meisterehrung vornehmen. Moderiert wird der Nachmittag wie im Vorjahr von Holger Tapper vom Radiosender SAW.
Natürlich wird dieser historische Nachmittag auch seitens des Mdr-Fernsehens, des MdR-Hörfunks und der Presse verfolgt und festgehalten.
Nun hofft Lothar Müller, dass es „ein spannendes Spiel wird mit dem besseren Ende für uns“. „Ein Sieg würde der anschließenden Feier noch den nötigen Anstrich geben“, meinte der Zerbster. Es steht also noch ein hartes Stück Arbeit an.

Liveticker: https://www.tickaroo.com/ticker/5aa8519ee26d7037d7014dc2

„Matze“ erhält „Kegel-Oscar“

 

Am Freitagabend wurden bei der DKB Gala des Bowling- und Kegelsports in Mahlow bei Berlin die besten Kegelsportler des DKBC geehrt. Unter ihnen war der Zerbster Spitzenkegler Mathias Weber vom SKV Rot-Weiß.

„Es war ein sehr schöner Rahmen und sehr feierlich“, war „Matze“ Weber angetan von der Ehrungsveranstaltung. Er wurde für seine konstant herausragenden Leistungen aus den Vorschlägen der Landesverbände des DKBC zum „Sportler des Jahres“ 2017 gewählt. Er errang Bronze mit Deutschland bei der Mannschafts-Weltmeisterschaft und wurde mit den Zerbstern Vize-Weltpokalsieger und gewann in Podbrezova die Champions League.

Obwohl er schon sehr viele Ehrungen, gerade in seinem Landkreis Cham im Regierungsbezirk Oberpfalz erhalten hatte, war diese Ehrung „etwas ganz Besonderes“. Das ist klar, denn „Sportler des Jahres“ im DKBC zu sein, ist (fast) wie eine Oscarverleihung.

Lange musste der 42-Jährige auf diese Ehrung warten, hätte sie schon längst verdient gehabt. Umso größer war die Freude des Zerbster Ausnahmekeglers: „Präsident Jürgen Franke hat eine sehr schöne Laudatio auf mich gehalten“, erzählte der Familienvater, der seine Ehefrau Sabrina an seiner Seite hatte und sich auch sehr darüber freute, dass „sein“ Präsident Lothar Müller mit vor Ort war.
So empfand der Banker die Auszeichnung „als große Ehre“ und „hätte nicht damit gerechnet, zu dieser Ehre zu kommen“. „Es fühlt sich gut an zu hören, wie andere einen sehen und es ist eine Bestätigung, dass das, was ich mache, nicht ganz so verkehrt ist“, sagte er augenzwinkernd.
Nun blickt der Kegler aber auch schon auf den Samstag voraus, wo er und sein Team die nächste Ehrung empfangen. Zum 13. Mal werden sie als Deutscher Meister geehrt. Für ihn ist es die siebte Meisterschaft mit den Rot-Weißen, doch längst keine Routine: „Die Meisterschaft ist immer etwas ganz Besonderes und wenn wir die nicht richtig feiern, höre ich auf mit dem Kegeln“, lächelte er.

Gefeiert wird sie natürlich. Und hoffentlich gelingt zuvor ein Sieg. Immerhin ist der ärgste Meisterschafts-Konkurrent aus Bamberg am Samstag zu Gast und auch bzw. gerade gegen die Victoria soll die weiße Heimweste nicht befleckt werden. „Wir wollen gegen unseren direkten Mitkonkurrenten natürlich gewinnen. Umso besser feiert es sich dann hinterher“, so Weber.

Er und sein Team haben dann weiteres Großes vor, denn in drei Wochen steht schon das Final Four der Champions League in Bamberg an. „Da wollen wir gewinnen, das ist unser Anspruch“, sagte „Matze“, der „bei jedem Wettbewerb, den er mitmacht, gewinnen will“, ohne Umschweife.

Und dann folgt noch der „komische Wettbewerb“ um den deutschen Pokal, wo der SKV mit einem 8:0-Sieg bei Semper Berlin ins Final Four einzog. Da freut sich der Mitterkreither besonders drauf: „Mein bester Freund Axel Schondelmaier und sein Team sind mit dabei und mit Raindorf ein Team aus meinem Landkreis. Das wird ein schöner Wettkampf.“
Auch dann ist in dieser Saison noch nicht Schluss für den sympathischen Sportler, denn wie er verriet, wird er aller Voraussicht nach bei der Einzel-WM in Cluj (Rumänien) an den Start gehen. „Das ist nochmal eine große Herausforderung für mich. Das würde ich gern mitnehmen und erfolgreich sein, denn so viele Gelegenheiten wird es nicht mehr geben“, so der Sportler, dem jetzt „nur noch“ der WM-Titel und Olympia fehlen.

Doppel-Pokaljubel für Kegler und Keglerinnen des SKV Zerbst

 

Einen Doppel-Erfolg feierten die Kegler vom SKV Rot-Weiß Zerbst. Sowohl die Frauen als auch die Männer konnten sich den Kreispokal des Kreiskeglerverbandes ABI im Classic-Kegeln sichern.

Die Frauen spielten am Sonntag das Finale aus. Dabei standen sich Landesligist SKV Rot-Weiß Zerbst und Verbandsligist TuS Leitzkau gegenüber. Die Zerbsterinnen siegten klar mit 7:1 (3051:2840). Tagesbeste war Petra Leps mit 542 Kegeln.

Bei den Herren wurden am Samstag die Finalisten ermittelt. Im ersten Halbfinale besiegte Aken die SG Lindau 8:0 (3076:2616). Im zweiten Halbfinale kam es zum „Klassiker“ Zerbst gegen Leitzkau. Hier hatten die Rot-Weißen mit neuem Bahnrekord und 6:2 (3370:3310) die Nase vorn. Für die Leitzkauer spielte Udo Volkland mit starken 641 Kegeln neuen Einzelbahnrekord. Das Finale Zerbst gegen Aken war dann eine eindeutige Angelegenheit der Zerbster, die klar mit 6:2 (3229:3072) gewinnen konnten.

SKV-Familie feiert abgelaufenes Jahr

Traditionell verabschiedeten die Kegler des SKV Rot-Weiß Zerbst am Donnerstag zwischen Weihnachten und Silvester das alte Jahr. Beim diesjährigen Weihnachtskegeln gingen 13 Männer, vier Frauen und fünf Kinder an den Start. Einige Nichtaktive feierten das erfolgreiche Jahr 2017 mit und feuerten die Kegler an.

Am frühen Nachmittag ging Jugendleiter Patrick Dolch mit seinen Kids auf die Bahnen des Stadtwerke Kegelsportcenters. „Wir waren zwar nur zu fünft, aber die älteren Jugendlichen sollten bei den Erwachsenen mitspielen“, begründete Dolch. „Seine“ Kinder zeigten auch zum Jahresausklang sehr ordentliche Leistungen. Besonders Sieger Fabien René Schenkel erspielte über die traditionelle 40-Wurf-Distanz (2 x 10 Volle, 2 x 10 Abräumer) starke 179 Kegel und damit mehr als später so manch Erwachsener. Er gewann vor Vivien Schenkel (148) und Maxwell Etan Schmidt (121). Mit einem leckeren Abendbrot aus Pommes und Nuggets wurden die Kids belohnt.


Ab 17 Uhr starteten dann die „Großen“ in den Wettkampf um die Titel „SKV-Weihnachtsfrau und –mann“. Bei den Frauen musste bis zum Schluss gewartet werden, denn erst als allerletzte Spielerin zeigte Jenny Bache, dass sie in den vergangenen Monaten nichts verlernt hat und überzeugte mit sehr starken 189 Kegeln. Sie gewann vor der ebenfalls sehr guten Bärbel Grohnert (177), Karin Leps (158) und Dorlies Krebs (144).
Die Männer, die gleich zu Beginn an den Start gingen, fanden nicht wirklich ins Spiel, so dass Sportler und Zuschauer auch hier bis zu den letzten Keglern warten mussten, um tatsächlich die Top-Ergebnisse zu sehen. Achim Krebs (177) setzte eine erste Marke, die am Ende aber auch „nur“ zu Platz fünf reichte, da Freizeit-Kegler Manfred Heise (178) zuvor überraschte und die drei Besten noch kommen sollten.


Der einzige Zweitliga-Kegler im Starterfeld, Sven Palmroth, wurde mit der absoluten Bestleistung von 207 Kegeln seiner Favoritenrolle gerecht. Zwar kratzten Dieter Engelhardt (191) und Titelverteidiger Gerhard Friedrich (199) noch am Thron des „Weihnachtsmannes“, beide konnten „Palme“ aber nach dessen überragender Schlussbahn nicht mehr erreichen.
Vor der Siegerehrung, bei der Jenny Bache und Sven Palmroth die Weihnachtsmann-Mütze aufgesetzt bekamen, dankte SKV-Chef Lothar Müller allen Mitgliedern und den Sponsoren für ihre Aktivitäten und die Unterstützung im abgelaufenen Jahr, wünschte sich für 2018 große Erfolge und einen guten Zusammenhalt im Verein und seinen Mitstreitern und ihren Familien alles Gute für das neue Jahr.


Der Abend klang bei leckerem Buffet und Fachsimpeleien gemütlich aus.
 

Zweiter bei der Sportlerehrung in Sachsen-Anhalt

Sieger bei der Wahl der Sportjournalisten zur Mannschaft des Jahres wurden die Fußballer vom

1. FC Magdeburg mit 89 Punkten, vor den Basketballern des Mitteldeutschen BC (79), Aufsteiger zur Bundesliga, und den Classic-Keglern des SKV Rot-Weiß Zerbst (79).          Foto: Julia Fenske

Ehrenpreis des Kreissportbundes ABI

 

Die Zerbster Kegler erhielten beim zehnten Sportlerball den Ehrenpreis des Kreissportbundes. Es gratulierten der Ministerpräsident Sachsen-Anhalts, Dr. Reiner Haseloff (rechts) sowie der Sandersdorfer Bürgermeister Andy Grabner und KSB-Präsident Helmut Hartmann (von links). SKV-Präsident Lothar Müller, Sportwart Andreas Förster, Manuel Wassersleben und Martin Herold (von links) nahmen die Pokale stellvertretend für die gesamte Mannschaft entgegen.

Messlatte liegt für Titelsammler sehr hoch

 

SKV Rot-Weiß Zerbst startet gegen Schwabsberg in neue Bundeliga-Saison / Hoffmann kann personell aus dem Vollen schöpfen

 

Die Fans im Zerbster Stadtwerke Kegelsportcenter können endlich wieder jubeln. Am Sonnabend startet der SKV Rot-Weiß Zerbst in die neue Bundesliga-Saison im Classic-Kegeln. Nach den drei Titeln im Vorjahr liegt die Messlatte für den deutschen Meister, Weltpokal- und Champions League-Sieger sehr hoch.
„Die erste Priorität liegt wie in jedem Jahr auf der Meisterschaft und der angestrebten Titelverteidigung“, gab SKV-Präsident Lothar Müller eine klare Richtung für sein Team vor. „Das wird allerdings erneut sehr schwer. Klar haben wir mit der vergangenen Saison Maßstäbe gesetzt. Aber die anderen Mannschaften schlafen ja auch nicht“, weiß er auch um die Stärke der Gegner.

So sieht Müller „vier bis fünf Mannschaften, die vorn mithalten können“. Neben den Medaillengewinnern aus der Vorsaison, Bamberg und Staffelstein, glaubt der Macher des SKV, dass auch „Schwabsberg und vor allem Breitengüßbach“ ernst zu nehmende Kontrahenten sind. Staffelstein und Breitengüßbach haben sich enorm verstärkt, mit Spielern vom Vizemeister aus Bamberg und aus Straubing personell aufgerüstet. „Was Bamberg mit seinen jungen Spielern leisten kann, werden wir gleich am ersten Spieltag im Derby gegen Breitengüßbach sehen.“
„Wir müssen erstmal gut in die Saison kommen. Da ist Schwabsberg eine echte Messlatte, auch wenn der Gegner beim Test in Hallbergmoos noch nicht alles zeigen konnte“, blickt Müller auf das erste Heimspiel am Sonnabend ab
13 Uhr voraus.

International wollen die Rot-Weißen erneut sowohl beim Weltpokal Anfang Oktober in Tschechien als auch in der Champions League in die Finalspiele. „Bis zum Weltpokal müssen alle Spieler in guter Verfassung sein. Die Vorbereitung hat ja ganz gut gepasst“, ist der Fokus des SKV-Chefs auch schon auf das erste internationale Highlight gerichtet. „Titel zu verteidigen ist immer schwierig. Klar setzen wir uns das als Ziel, wir sollten aber nicht gleich zu Tode betrübt sein, wenn es nicht immer klappt“, weiß Müller aber auch, dass gerade diese Wettbewerbe keine Selbstläufer werden.

Am Sonnabend startet der SKV aber erst einmal in die neue Bundesliga-Saison. Neuzugang Jürgen Pointinger ist schon gut integriert und hat in den Testspielen mehrfach gezeigt, dass er auch leistungsmäßig hervorragend ins Team passt. Auch die gestandenen SKV-Spieler zeigten teils schon Weltklasse-Ergebnisse, die auch in diesem Jahr wieder Großes erwarten lassen. Bleibt zu hoffen, dass die Kegler verletzungsfrei durch die Spiele kommen und die hoch gesteckten Ziele erreicht werden. Dann können die Fans im Stadtwerke Kegelsportcenter endlich wieder jubeln.

Weltpokalsieger aus Zerbst präsentiert sich in Berlin

 

Die Kegler des SKV Rot-Weiß Zerbst präsentierten sich in dieser Woche erstmals im Rahmen der Kultursommernacht der Landesvertretung Sachsen-Anhalt beim Bund. Die mehrfachen Welt- und Championsleaguesieger stellten sich in Berlin einem breiten Publikum aus Wirtschaft, Politik und Diplomatie vor. Sichtlich begeistert die erfolgreichste Vereinsmannschaft der Welt in seinem Bundesland beheimatet zu wissen, präsentierte Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff gemeinsam mit SKV-Vereinspräsident Lothar Müller das Trikot für die neue Saison. Auf diesem werben die Kegler – in der Bundeshauptstadt mit dabei waren Thomas Schneider und Mathias Weber – im Rahmen von internationalen Wettkämpfen für das Land Sachsen-Anhalt und dessen kulturelle Vielfalt. Auch Kulturstaatssekretär Gunnar Schellenberger (Zweiter von links) war beeindruckt.

SKV setzt Achtungszeichen

 

Die Zerbster Spitzen-Kegler absolvierten vom vergangenen Donnerstag bis zum Sonntag ein Trainingslager. Im österreichischen Ritzing standen nicht nur sehr anstrengende Trainingseinheiten an. Es wurden drei Testspiele gegen österreichische Erstligisten absolviert. Alle drei verliefen erfolgreich.
Am Donnerstagfrüh begann das intensive Trainingslager im Bundesleistungszentrum des Burgenlandes der Republik Österreich in Ritzing. „Das Bundesleistungszentrum ist infrastrukturell das Beste, was der Kegelsport zu bieten hat“, schwärmte SKV-Präsident Lothar Müller, der sich gern erinnerte, dass sein SKV bekanntlich 2008 den Mannschaftsweltpokal dort erringen konnte.
Teamchef Timo Hoffmann und der Altbundestrainer Karl Heinz Schmidt, der in Österreich seit sieben Jahren arbeitet, hatten ein umfangreiches Trainingsprogramm zusammen gestellt.
Das neue Gesicht in Zerbst, Andreas Lepsi, der für die internationale Vermarktung verantwortlich zeichnet, konnte drei Spiele gegen Mannschaften der österreichischen Staatsliga sowie die strukturellen und trainingsmethodischen Gegebenheiten perfekt organisieren.
Nach schweißtreibendem Training war am Donnerstagabend das erste Spiel gegen SKC Sonnensee Ritzing angesetzt. Zerbst gewann mit 7:1, wobei die Mannschaft sehr geschlossen auftrat.
Das zweite Spiel gegen KSK Union Orth/Donau, etwa 30 Kilometer von Wien gelegen, war schon das erste Achtungszeichen. Auch hier gewann Zerbst 6:2, wobei Mathias Weber (704), Thomas Schneider (704) und Boris Benedik (696) die ersten Ausrufezeichen setzten.
Das dritte Spiel beim KSV Wien, in der wunderschönen Hauptstadt, wurde ebenfalls mit 7:1 gewonnen, wobei Timo Hoffmann mit 698 Kegeln und einer letzen 205er Bahn eine Leistung zeigte, die nach den harten Trainingseinheiten am Vormittag nicht selbstverständlich ist.
„Das gesamte Team hat großartig mitgezogen, wobei alle ihr Können zeigen konnten und der Teamchef sich nicht unzufrieden zeigte“, bilanzierte Müller. Am Wochenende folgt in Hallbergmoos bei München in einem Turnier der letzte Test vor dem Saisonstart am
16. September in Zerbst.

Weltpokalsieger 

2007 / 2008 / 2009 / 2011/ 2013 / 2014 / 2015 / 2016

 

Champions League Sieger 

2010 / 2015 / 2017

 

Deutscher Meister 

2006 / 2007 / 2008 / 2009 /

2010 / 2011 / 2012 / 2013 / 2014 / 2015 / 2016 / 2017 / 2018

 

Deutscher Pokalsieger

2006 / 2007 / 2008 / 2013 / 2014 / 2018

 

Mannschaft des Jahres

Sachsen Anhalt

2007 / 2008 / 2010 / 2011 / 2013

 

Den DKBC-Imagefilm mit Thomas Schneider gibt es hier...

http://www.dkbc.de/fileadmin/videos/DKBC%20Imagefilm%20-%20MP4%20HD.mp4